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vom 23.11.2017, aktuelle Version,

Susanne Wolf

Susanne Felicitas Wolf (* 24. Januar 1964 in Mainz) ist eine deutsche Autorin und Dramaturgin.

Leben

Susanne Felicitas Wolf belegte an der Universität Wien ein Studium der Theaterwissenschaft/Fächerkombination, das sie 1988 mit dem akademischen Grad Mag. phil. abschloss.[1] Danach war sie im Bereich Dramaturgie am Schauspiel Frankfurt, dem Volkstheater Wien, dem Niederösterreichischen Donaufestival und dem Schauspielhaus Wien tätig. Sie schreibt seit 1990 Texte für das Theater (Stücke, Dramatisierungen und Bearbeitungen) im Bereich „U“ und „E“ und produzierte auch freie, eigene Theaterproduktionen in Österreich und Deutschland.

Seit 2000 ist sie auf Wiener Komödien spezialisiert.

Von 2004 bis 2008 war Wolf stellvertretende Künstlerische Leiterin im Wiener Lustspielhaus. Sie hatte wiederholt eine Gastlehrtätigkeit an der Universität Wien am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft. Wolf lebt seit 1982 in Wien.

Die Rechte ihrer Theaterstücke liegen beim Thomas Sessler Verlag, Wien.

Auszeichnungen

2006 erhielt sie das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich.

Werke

Buch und Regie

  • Antonin Artaud-Chaos, Solo mit Thomas Stolzeti (Aufführungsprämie des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst) 1992
  • Hölderlin-Das Kind oder die innere Revolution, Theater Künstlerhaus 1993, (Remake durch N. Windisch-Spoerk, Bregenzer Festspiele 1998)
  • Richard Wagner-Der Kunstmensch, Solo mit Rainer Frieb, Herbert von Karajan-Centrum, Volkstheater Wien (Aufführungsprämie Bundeskanzleramt) 1998

Textbücher und Texte

  • Fritz Spielmann-Gala, Orpheus-Trust/ORF, Golden Stars, Moderationstext, 1998
  • Die Geistinger und Johann Strauss, Erika Pluhar und NTO, 1999, sowie Wiener Symphoniker, Musikverein 2006
  • Medea, Prosafassung nach Euripides, Schauspielhaus Wien (Regie: Barrie Kosky), Eröffnungspremiere 2001, 2003/2004
  • Macbeth, Fassung nach W. Shakespeare, Schauspielhaus Wien (Regie: Barrie Kosky), 2002
  • Katharina Schratt, Ein Leben, Szenische Lesung/Solo für Ulrike Beimpold, u. a. Karajan-Centrum Wien, Theater in der Josefstadt/Sträußelsäle, 2003
  • Poppea, nach Monteverdi, Fassung nach G. F. Busenello (Regie: Barrie Kosky), Schauspielhaus Wien,2003, Gastspiel Berliner Ensemble, 2004, Festival Edinburgh, Sydney Opera, 2008
  • Ein Wiener Sommernachtstraum, (Regie: Adi Hirschal), Wiener Lustspielhaus, Eröffnungspremiere, 2004; 2005, ORF/3sat, 2006
  • Girardi, Solo für Boris Eder, u. a. Radiokulturhaus, Theater i. d. Josefstadt/Kammerspiele, 2005
  • So machen’s alle oder Cosi fan tutte, Komödie mit Gesang nach Mozart und Da Ponte, Wiener Lustspielhaus, 2006
  • Ich, Schikaneder, (Schauspiel: Adi Hirschal), Auftragswerk Mozartjahr 2006, Theater an der Wien
  • Blickwechsel, Tragikomödie, Auftragswerk (Regie: Nikolaus Büchel), Volkstheater Wien, 2007
  • Als Häppi-Änd, in Schweizer Textfassung von Jörg Schneider, Abschiedstournee Jörg Schneider 2013/14
  • In 80 Tagen um die Welt, nach Jules Vernes, Theatersommer Haag (Regie: Werner Sobotka)
  • Der Geizkrag’n, Posse mit Gesang nach Molière, Wiener Lustspielhaus, 2008
  • Neuübersetzung Kiss me Kate (Regie: Barrie Kosky), Komische Oper Berlin, 2008, Oper Köln, 2009/2010
  • Mon cher Cousin, Liedlibretto, Komposition: Johanna Doderer, Dirigent: Ulf Schirmer, Auftragswerk zum „Bäsle-Jahr“, Deutsches Mozartfest Augsburg, 2008
  • Krieg und Frieden, nach L. Tolstoi, UA (Regie: Alexander Hauer), Sommerspiele Melk, 2009
  • Das Gespenst von Canterville, ein Stück Spuk nach O. Wilde (Regie: Elisabeth Gabriel), Theater St. Gallen, 2009
  • Frau Wegrostek schlägt zurück, Kriminalsozialkomödie, Volkstheater/Bezirke, 2009 (Regie: Nikolaus Büchel), Wien, 2009
  • Das ist doch einmal etwas, woraus sich was lernen lässt, fiktiver Dialog Mozart und van Swieten, Deutsches Mozartfest Augsburg, 2011
  • Die einzigwahrhaftechtehundertprozentoriginalgetreue Carmen, nach e. Idee v. P-S. Lehner, wienerische Deutung des Originalstoffes als Faschingskonzert der Wiener Symphoniker, Dirigent: Dimitrij Kitajenko, Interpretin: Ulrike Beimpold, März, 2011
  • Die Päpstin, Theaterstück nach dem Roman von Donna W. Cross, mit Katharina Stemberger als Päpstin (Regie: Alexander Hauer), Sommerspiele Melk, 2012; als Tourneeproduktion von theaterlust, T. Luft/A. Klawun mit der Neuberin, Inthega-Preis 2014 ausgezeichnet
  • Mozarts Geist und Feder war Freund vom Schikaneder, fiktiver Monolog, Almanach der Salzburger Festspiele 2012
  • Claudio Monteverdi / Elena Kats-Chernin, Operntrilogie (Regie: Barrie Kosky), Komische Oper Berlin, Deutsche Textfassung von Orpheus und Poppea, sowie gemeinsam mit Ulrich Lenz, deutsche Textfassung von Odysseus
  • Monte Christo, Schauspiel nach dem Roman von A. Dumas (Regie: Alexander Hauer), Sommerspiele Melk, 2013
  • Die Feuerseele – Sie kämpfte für den Frieden, Bertha von Suttner-Solo für Maxi Blaha, Parlament Wien, 2014, Tournee nach Japan, Australien, Neuseeland u. a.
  • Seelentore, Kurzopernlibretto, Musik Jörg Ulrich Krah (Regie: Peter Pawlik) WienModern 2014
  • Le Passé, nach dem Film von Asghar Farhadi (Regie: Patrick Schlösser), Schauspielhaus Graz 2015
  • Sicht-Welten, Liederzyklus für Paul Schweinester, Komposition Jörg Ulrich Krah, MuTh, 2015
  • Madame Johann Strauss, Die Ehefrauen des Walzerkönigs, Solo für Konstanze Breitebner (Regie: SF Wolf), MuTh, Wien 2015
  • Schneewittchen und die 77 Zwerge, Musik: Elena Kats-Chernin (Regie: Christian von Götz), Auftragswerk Komische Oper Berlin
  • Die Totenfrau, Bühnenfassung von Bernhard Aichner und S. F. Wolf nach dem Thriller von Bernhard Aichner, 2016

Einzelnachweise

  1. Susanne Wolf: Aspekte zu einer Dramaturgie der Moral. Welt- und Zeitbild in den Volksstücken Karl Costas. Beobachtungen zum Wiener Volkstheater Ende des 19. Jahrhunderts. Diplomarbeit. Universität Wien, Wien 1988, OBV.