Valerie Springer

Valerie Springer (* 14. Mai 1958 in München) ist eine österreichische Schriftstellerin britisch-tschechisch-österreichischer Herkunft.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Valerie Springers Eltern kehrten nach ihrer Emigration aus Großbritannien, wo auch Springers Schwester 1956 geboren wurde, im Jahre 1957 nach Mitteleuropa zurück. Valerie Springer kam in München zur Welt und erhielt die britische Staatsbürgerschaft ihrer Eltern. Nach mehreren Stationen in verschiedenen europäischen Ländern zog die Familie 1969 in die Schweiz, wo Valerie Springer 1977 maturierte; im selben Jahr verlegte die Familie ihren Wohnsitz nach Österreich.

Springer heiratete 1983 den Werbestrategen Rudolf Schramm und hatte mit ihm zwei Kinder. Während ihrer Ehe legte sie ihre britische Staatsbürgerschaft ab und nahm die österreichische an. 1993 erfolgte die Scheidung. Sie heiratete 2004 Horst Springer, mit dem sie zuvor mehrere Jahre in Jamaika verbracht hatte. Er ist auch Vater ihres dritten Kindes. Seit ihrer Eheschließung veröffentlicht sie unter ihrem jetzigen Namen Springer. Sie publiziert deutschsprachig.

Werk

Springer arbeitete zunächst als Kulturredakteurin für Zeitschriften und Magazine, bevor sie 2003 ihr erstes Buch veröffentlichte, ein Sachbuch über die Beziehungsproblematik Eifersucht. Dann wandte sie sich ausschließlich der Belletristik zu und lebt seither als freie Schriftstellerin im Wienerwald in Niederösterreich.

Ihr Debütroman Eine Liebe auf Jamaika ist eine erotisch-prickelnde Liebesgeschichte, die mit Poesie die Begegnung zwischen einer Europäerin und einem Forscher der jamaikanischen Maroons schildert.[1]

Im April 2009 erschien Springers zweiter Roman Auflösung. In einer auf verschiedenen Zeitebenen spielenden Handlung widmet sich Springer in diesem Prosatext den Hintergründen des Attentats auf Reinhard Heydrich im Frühjahr 1942 in Prag.

Pavel Kohout lobte die Genauigkeit ihrer Prag-Recherche für Springers Roman Auflösung mit einer ausdrücklichen „Anerkennung ihrer Kenntnisse der komplizierten historischen Materie“.[2] Ebenso attestierten auch Barbara Coudenhove-Kalergi und Beppo Beyerl Springer gewissenhafte Detailarbeit.[3]

Vernichtung[4], Valerie Springers jüngster Roman, erschien im Juni 2011 und behandelt vor dem Hintergrund des Globalisierungs-Imperialismus den Kampf eines Einzelnen gegen den Terror der multinationalen Konzerne.

Als Hörbuch erschien Auflösung[5] im Juli 2011.

Als Hörbuch erschien Eifersüchtig? Ich doch nicht![6] im November 2011.

Valerie Springer ist Theodor-Körner-Preisträgerin[7] und erhielt mehrere Förderungen vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, Wien.

Werke

  • Eifersüchtig? Ich doch nicht!, Hörbuch 2011, ASIN B0063HRZU2
  • Auflösung. Eine Spurensuche, Hörbuch 2011, ASIN B0058V90GQ
  • Vernichtung. Eine Chronologie, Roman 2011, ISBN 978-3850285254
  • Auflösung. Eine Spurensuche, Roman 2009, ISBN 978-3850284820
  • 9 ½ Stunden. Eine Liebe auf Jamaika, Roman 2004, ISBN 978-3902141118
  • Eifersüchtig? Ich doch nicht!, Sachbuch 2003, ISBN 978-3902141040

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 9 1/2 Stunden. Eine Liebe auf Jamaika Vier-Viertel-Verlag
  2. Mehr Attentat, weniger Reporterin Kurzkritik in Der Kurier
  3. LitGes Rezension Auflösung von Valerie Springer
  4. Verlag Berger Vernichtung von Valerie Springer
  5. Verlag mcpublish Auflösung von Valerie Springer
  6. Verlag mcpublish Eifersüchtig? Ich doch nicht! von Valerie Springer
  7. Förderungspreise für Wissenschaft und Kunst 2006 Theodor-Körner-Fonds Preisträger