Wattenbach (Inn)

WattenbachVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Tirol, Österreich
Flusssystem DonauVorlage:Infobox Fluss/FLUSSSYSTEM_falsch
Abfluss über Inn → Donau → Schwarzes Meer
Ursprung Zusammenfluss von Mölsbach und Lizumbach beim Lager Walchen in den Tuxer Alpen
47° 12′ 30″ N, 11° 37′ 30″ O47.20833333333311.6251405
Quellhöhe 1405 m ü. A.[1]
Mündung nördlich von Wattens in den Inn47.30055555555611.591666666667545Koordinaten: 47° 18′ 2″ N, 11° 35′ 30″ O
47° 18′ 2″ N, 11° 35′ 30″ O47.30055555555611.591666666667545
Mündungshöhe 545 m ü. A.[1]
Höhenunterschied 860 m
Länge 11,6 km[1]
Einzugsgebiet ca. 75 km²[2]
Gemeinden Wattenberg, WattensVorlage:Infobox Fluss/BILD_fehlt
Druckrohrleitung Unterstufe Wattenspapier

Der Wattenbach oder auch Wattenerbach hat seinen Ursprung in den Tuxer Voralpen. Mölsbach und Lizumbach vereinigen sich im Talboden beim Lager Walchen auf einer Seehöhe von 1405 m ü. A. und bilden den Wattenbach. Er fließt von der Wattentaler Lizum von Süd nach Nord beinahe geradlinig durch das Wattental. Nach 11,6 km mündet er in der Talgemeinde Wattens in den Inn.

Inhaltsverzeichnis

Wasserbeschaffenheit

Die Gewässergüteklasse des Baches hat durchgehend Stufe I. Die Gemeinde Wattenberg leitet ihre Abwässer über einen Gemeindekanal in das Klärwerk Fritzens, Abwässer des Truppenübungsplatzes Lizum Walchen werden durch eigene Kläranlagen gereinigt. Das Wasser des Wattenbachs wird für die Swarovski- und Wattenspapierwerke gebraucht. Das in beiden Betriebskläranlagen vorgereinigte Abwasser gelangt anschließend durch einen Düker unter dem Inn in die Kommunalkläranlage Abwasserverband Hall in Tirol - Fritzens und anschließend in den Inn. Der Inn weist ab der Gemeinde Wattens trotz aller Bemühungen wegen der Industrieanlagen in Wattens eine reduzierte Wassergüte auf; der Eintrag von Schwermetallen wurde aber in den letzten 20 Jahren durch verbesserte Technik in den Abwasserreinigungsanlagen stark reduziert.

Nutzung

Das Wasser des Wattenbachs wird durch insgesamt neun Wasserkraftwerke im Bachlauf intensiv energietechnisch genutzt, weiters dient das Wasser auch in den Industrieanlagen im Inntal als Prozesswasser.

Gefahren

Als Wildwasser ist der Bach im Wattental reißend und war früher oft für Überschwemmungen verantwortlich, da Retentionsflächen durch das V-förmige Wattental nicht vorhanden sind. Durch eine intensive Wildbachverbauung (mit zwei Geschiebesammlern im Tal und einer kurzen Einfassung des Bachbettes im Bereich von Wattens) wurde eine Reduzierung der Geschwindigkeit des Wasserabflusses erzielt. Seither kam es zu keinen Überschwemmungen mehr.

Einzelnachweise

  1. a b c TIRIS – Tiroler Raumordnungs‐ und Informationssystem
  2. Hydrographischer Dienst Tirol: Wattens / Wattenbach