Zgonc

ZGONC Handel GmbH
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Rechtsform GmbH
Gründung 1967; als GmbH 1983[1]
Sitz Wien
Mitarbeiter über 300 (2008).[2]
Umsatz 70 Millionen Euro[3]
Branche Handel
Website http://www.zgonc.at/

Zgonc ist eine österreichische Handelskette mit Werkzeugfachmärkten.

Geschichte

Das heutige Unternehmen Zgonc geht auf den kleinen elterlichen Betrieb, ein Geschäft für Werkzeuge und Bastelmaterial, in der Hahngasse 33 im 9. Wiener Bezirk zurück. In diesem Kleinbetrieb erhielt Peter Zgonc die Ausbildung zum Großhandelskaufmann für Werkzeuge und Maschinen, die für ihn der Grundstock für die Expansion des elterlichen Betriebs wurde.

Im Jahr 1967 wurde von Zgonc in St. Pölten die erste Filiale eröffnet. Ab 1975 folgten die ersten weiteren Filialen in Linz-Leonding, St. Andrä-Wördern und 1979 in Gerasdorf. Im selben Jahr wurde neben der Autobahnabfahrt St. Marx im 3. Wiener Bezirk Landstraße ein neues Haus errichtet, in dem neben der Verkaufsfläche das Zentrallager und die Verwaltung untergebracht wurde.[4] Mit 7. September 1983 erfolgte die Umwandlung des Unternehmens in eine GmbH und firmierte unter Zgonc Handelsgesellschaft m.b.H. mit Firmensitz Wien, an der Adresse Modecenterstraße 3.[1] Das Unternehmen expandierte im Laufe der weiteren Jahre vor allem im Großraum Wien, in Nieder- und Oberösterreich und in der Steiermark. Zu klein gewordene Filialen wurden geschlossen und an anderen Orten neu eröffnet.[4] Speziell in den Jahren nach 2000 eröffnete das im Jahr 2006 mit 87 % Eigenkapital[5] ausgestattete Unternehmen mehrere Filialen. Mit 31. Dezember 2005 wurde in den aktuellen Namen ZGONC Handel GmbH umfirmiert, die Gesellschaft steht zu rund 99 % im Besitz der Peter Zgonc Privatstiftung, das knappe 1 % hält Peter Zgonc persönlich.[1] Beschäftigt waren im Jahr 2008 über 300 Mitarbeiter.[2] Am 25. September 2008 wurde am Klagenfurter Südring, nahe der Völkermarkter Straße, die erste Filiale in Kärnten und die insgesamt 16. Filiale eröffnet.[4] Aktuell (August 2010) hat Zgonc 17 Filialen.

Zgonc wird unter den reinen Werkzeugmärkten nach den Lagerhäusern, in Bezug auf Werbung, Beratung und Kompetenz mit 25,3 % an zweiter Stelle genannt.[6] Warenimporte erfolgen aus Italien und Deutschland, aus den USA und dem Fernen Osten.[1]

Werbung

Bekannt ist das Unternehmen durch die intensive Werbung, die sowohl durch regelmäßige Postwurfsendungen als auch im Rundfunk immer durchgeführt wird. Bekannt ist dabei der seit vielen Jahren unveränderte Ausspruch von "Wann er's nur aushalt, der Zgonc", die von Götz Kauffmann gesprochen wurde,[7] wie der dann folgende, noch bekanntere Nachsatz: "Raunz nicht, kauf!".[2] Diese beiden Aussprüche werden oft auch als Synonyme für vorgetäuschtes oder ironisch gemeintes Mitleid verwendet und haben sich damit bereits als Redewendung etabliert. Auch in einer Parlamentsrede wurde der Werbespruch wiederholt, der vorher bereits von Bundeskanzler Schüssel getätigt wurde.[8] Im Jahr 2006 lag Zgonc in der Werbewirksamkeitsstudie seines Mitbewerbers BauMax an vierter Stelle in Österreich.[9]

Einzelnachweise

  1. a b c d ZGONC Handel GmbH, Eintrag im firmenabc.at, abgerufen am 24. August 2010.
  2. a b c Wenn Er es nur aushält in der Kleinen Zeitung vom 25. September 2008, abgerufen am 18. August 2009
  3. Zgonc stemmt sich gegen Branchenriesen im Standard vom 19. Februar 2007, abgerufen am 23. August 2010
  4. a b c Zgonc: Ein Unternehmen stellt sich vor. Website Zgonc. Abgerufen am 24. August 2010.
  5. Zgonc steht in Kärnten und Salzburg auf der Warteliste in der Wirtschaftswoche vom 22. Juli 2006, abgerufen am 20. August 2010
  6. Baumärkte liefern sich beim Kunden Kopf-an-Kopf-Rennen in der Wirtschaftswoche vom 20. Juli 2009. abgerufen am 20. August 2010
  7. Mundl Forum, abgerufen am 18. August 2010
  8. Stenographisches Protokoll des Parlaments vom 31. März 2005, abgerufen am 18. August 2010
  9. Media-Spendings im DIY-Bereich (PDF), abgerufen am 23. August 2010