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Verkündigung des Herrn#

Verkuendigung

Im 5. Jahrhundert begingen die Christen in Ravenna am Sonntag vor Weihnachten das Gedächtnis der Verkündigung (Annuntiatio) bzw. Menschwerdung (Incarnatio) des Herrn. Das Fest am 25. März, neun Monate vor Weihnachten, ist in der Ostkirche Mitte des 6., im Westen für das 7. Jahrhundert bezeugt. Das am 25. März angenommene Frühlingsäquinoktium galt als erster Tag der Schöpfung und Tag der Empfängnis Jesu. Fällt das Herrenfest in die Kar- oder in die Osterwoche, wird es am Montag in der Osteroktav nachgeholt.

Populärer ist es unter der Bezeichnung "Mariae Verkündigung". Daran knüpft sich wie zu Mariae Geburt (8. September) der Spruch: "Zu Maria Geburt fliegen die Schwalben fort, zu Maria Verkündigung kommen sie wiederum".


Quelle: Adolf Adam: Das Kirchenjahr mitfeiern. Freiburg/Br. 1979. S. 129

Bild: Aus: Georg Ott: Legende von den lieben Heiligen Gottes. Regensburg 1858. Bd 1/Sp. 444


Siehe auch:
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