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Wolfssegen #

Der Wolfssegen wurde um 1580, bis in die Zeit Joseph II., in der Christmette im Stephansdom erteilt. Dass es damals in den Donauauen um Wien Wölfe gab, zeigen Bezeichnungen wie Wolfsau, Wolfsschütt oder Wolfsbrücke (Taborbrücke). Der Segen bestand im Absingen eines Teiles des Matthäusevangeliums "in einem absonderlichen Thon unter Leitung der großen Glocken". Nach der Überlieferung hätte dies "vor einigen hundert Jahren" geholfen, die Raubtiere aus Wien zu vertreiben.


Quelle:

Johann Ev. Schlager: Wiener Skizzen aus dem Mittelalter. 3 Bde. Wien 1836-1846, 1836/6,25