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Adalbert von Böhmen#

Adalbert II. Erzbischof von Salzburg#


* um 1145

† 8. 4. 1200, Salzburg


Erzbischof


Sohn König Wladislaws II. von Böhmen und Gertruds, einer Tochter Markgraf Leopolds III. von Österreich.

Am 1. 11. 1168 wurde er zum Erzbischof von Salzburg gewählt. Als Anhänger Papst Alexanders III. trat er gegen die Bestimmungen des Wormser Konkordats vom 23. 9. 1122 auf und ließ sich von Ulrich von Aquileia weihen. Ohne Zustimmung Kaiser Friedrichs I. Barbarossa übte er seine lebensherrlichen Rechte aus und wurde vom Kaiser im August 1169 zum Verzicht auf seine weltlichen Hoheitsrechte gezwungen. Der Kaiser verfolgte schließlich sogar den Erzbischof, und Papst Alexander III. sah sich 1171 gezwungen, Herzog Heinrich II. Jasomirgott von Österreich zu befehlen, dem Erzbischof Schutz vor der kaiserlichen Verfolgung zu gewähren. Auf dem Reichstag zu Regensburg im Juni 1174 setzte Kaiser Friedrich I. Erzbischof Adalbert II. ab. Unter kaiserlichem Einfluß wurde Propst Heinrich von Berchtesgaden zum Erzbischof ernannt, und bis 1177 hatte Salzburg einen „päpstlichen" und einen „kaiserlichen" Erzbischof, da Papst Alexander III. weiterhin Adalbert anerkannte und unterstützte. Durch den Friedensschluß zwischen Kaiser und Papst am 22. 7. 1177 in Venedig mußten beide, Adalbert und Heinrich, auf das Erzbistum verzichten. Kardinal Konrad von Mainz (ein Wittelsbacher) hatte seinen Sitz verlassen müssen und wurde Erzbischof von Salzburg. Nachdem dieser 1183 wieder nach Mainz zurückkehren konnte, belehnte Kaiser Friedrich I. Erzbischof Adalbert mit Salzburg. Ab 1184 führen die Erzbischöfe von Salzburg den Titel „Legat des hl. Apostolischen Stuhles" - in Anlehnung eines 1026 von Papst Johann XIX. ausgesprochenen Privilegs.

Literatur#

  • Das große Buch der Österreicher – 4500 Personendarstellungen in Wort und Bild (1987), ed. W. Kleindel & H. Veigl, Verlag Kremayr & Scheriau, Wien, 615 S.