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Bunzl & Biach#

Die Geschichte von BUNZL & BIACH in Österreich reicht zurück bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts.

1854 wurde der international bedeutende Familienkonzern auf dem Textil-, Papier- und Zellulosesektor von Moritz Bunzl als Nürnberger- und Galanteriewarengeschäft gegründet. Sein Sohn Max verlegte die Firma 1883 von Pressburg nach Wien und leitete den Aufstieg des Unternehmens zur Weltfirma ein. 1888 wurden die Papierfabrik Ortmann, die bereits sehr früh Altpapier als Rohstoff in der Papierproduktion einsetzte, und später die Papierfabrik Wattens und die Lenzinger Zellulose- und Papierfabrik erworben.

1936 wurde die österreichische Firma in eine AG umgewandelt und mit den Werken in England und der Schweiz zur Bunzl-Konzern-Holding mit Sitz in der Schweiz vereinigt. Während die österreichischen Betriebe unter den Nationalsozialisten "arisiert" wurden, wurden gleichzeitig Werke in den USA und in Südafrika aufgebaut. Nach Kriegsende wurde der Betrieb an die Eigentümer zurückgestellt und die Fabriken wurden zwischen 1969 und 1980 schrittweise verkauft. Danach verfügte das Unternehmen in Österreich nur mehr über eine Handelsgesellschaft.


Im Zuge mehrerer Umstrukturierungen und Eigentümerwechsel wurde 1990 eine eigenständige Gesellschaft, die BUNZL & BIACH Ges.m.b.H., gegründet, welche zu jeweils 50% im Eigentum der SCA Laakirchen AG und der SCA Hygiene Products GmbH in Ortmann stand.

2013 erwarb die Heinzel Holding 100% der Anteile an der Papierfabrik SCA Graphic Laakirchen AG vom SCA Konzern. Im Zuge dieser Übernahme durch die Heinzel Gruppe wurde indirekt auch die Mehrheit von 51% an BUNZL & BIACH erworben. Eigentümer sind nun die Heinzel Holding GmbH und die SCA Hygiene Products GmbH.


Heute zählt BUNZL & BIACH mit nunmehr 3 Dienstleistungsstandorten in Wien und Linz zu den größten und bedeutendsten Altpapierentsorgern und Altpapierhändlern Österreichs. Täglich wird von rund 125 Mitarbeitern Altpapier manipuliert und an einen Großteil der heimischen Papierfabriken weitergeleitet. Pro Jahr werden rund 900.000 Tonnen Altpapier einer ressourcenschonenden Wiederverwertung zugeführt.


Die unter dem Dach der 'Heinzel Holding' vereinte 'Heinzel Group' zählt mit ihren Tochtergesellschaften 'Zellstoff Pöls AG', 'Laakirchen Papier AG' (beide Österreich), 'Raubling Papier GmbH' (Deutschland) und 'AS Estonian Cell' (Estland) zu den größten Herstellern von Marktzellstoff, Wellpappenrohpapier und Magazinpapier in Mittel- und Osteuropa. Der Handelsbereich umfasst mit der Wilfried Heinzel AG ein weltweit tätiges Handelshaus für Zellstoff, Papier und Karton sowie mit der Europapier AG das führende Papiergroßhandelsunternehmen in Mittel- und Osteuropa.

Quellen#

  • AEIOU
  • Aktualisierung durch BUNZL & BIACH im Jänner 2016