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Institut für Österreichische Geschichtsforschung, IÖGF#

1854 in Wien errichtet, verfügt über eine Bibliothek mit rund 60.000 Bänden, eine Originalurkunden-, eine Faksimile- und eine Siegelsammlung, untersteht dem Bildungsministerium und ist der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien angegliedert. Es dient der höheren Ausbildung in den historischen Wissenschaften (Quellenkunde, Diplomatik), der Heranbildung von wissenschaftlichen Beamten für Archive und Museen und der Durchführung historischer Forschungsaufgaben. Als Schule zur Erforschung und Darstellung der österreichischen Geschichte gedacht, wurde das IÖGF unter der Leitung von T. von Sickel zu einer angesehenen Pflegestätte für historische Hilfswissenschaften, konsequenterweise war es auch eine Zeitlang in "Österreichisches Institut für Geschichtsforschung" umbenannt (Geschichtswissenschaft). 1881 wurde von Wien aus das Österreichische Historische Institut in Rom gegründet

Vorstände: Albert Jäger (1854-69), Theodor von Sickel (1869-91), Heinrich von Zeißberg (1891-96), Engelbert Mühlbacher (1896-1903), Emil Ottenthal (1903-26), Oswald Redlich (1926-29), Hans Hirsch (1929-40), Otto Brunner (1940-45), Leo Santifaller (1945-62), Heinrich Fichtenau (1962-83), Herwig Wolfram (seit 1983).


Organ: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung (MIÖG, seit 1880). Zahlreiche wissenschaftliche Einzelveröffentlichungen; Sammel- und Quellenwerke; Statuten; wissenschaftliche Unternehmungen; Mitgliederverzeichnis in der Chronik der MIÖG.

Literatur#

  • L. Santifaller, Das Institut für Österreichische Geschichtsforschung, 1950
  • A. Lhotsky, Geschichte des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung (Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, Ergänzungsband 17), 1954