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Residenz Verlag Ges. m. b. H.#

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Der Residenz Verlag mit Sitz in Salzburg und Wien gilt als einer der traditionsreichsten Verlage in Österreich und steht heute für ein überaus ambitioniertes Literaturprogramm und ein engagiertes Sachbuchprogramm. Schwerpunkte im Literaturprogramm sind junge Neuentdeckungen aus dem gesamtdeutschsprachigen Raum, die kontinuierliche Betreuung des Gesamtwerks renommierter österreichischer Schriftsteller, ausgewählte Übersetzungen aus ost- und nordeuropäischen Sprachen und aus dem Englischen. Im Sachbuch publiziert Residenz zu den Themen Politik, Nachhaltigkeit, Zeitgeschichte und Kunst sowie Biografien und stellt mit der Essayreihe „Unruhe bewahren“ brisante gesellschaftspolitische Fragen.

"Die Geschichte eines Verlages kann nichts anderes sein als die Geschichte seiner Bücher." Wolfgang Schaffler

1956 von Wolfgang Schaffler in Salzburg gegründet, entwickelt sich der Residenz Verlag im Laufe der 1960er und 1970er Jahre vom Regional- und Sachbuchverlag zum Flaggschiff der österreichischen Literaturszene. Die Liste der Autoren, die hier publizieren, liest sich heute wie das Who is Who der österreichischen Nachkriegsliteratur: Friedrich Achleitner, Gerhard Amanshauser, Alois Brandstetter, Erwin Einzinger, Helmut Eisendle, Barbara Frischmuth, Reinhard P. Gruber, Peter Handke, Peter Henisch, Gert F. Jonke, Alfred Kolleritsch, Hans Lebert, Peter Rosei, Julian Schutting, Gernot Wolfgruber und viele andere.

In den 1980er Jahren öffnet sich das Programm zunehmend für Autoren aus dem benachbarten Ausland, um in einem nächsten Schritt auch fremdsprachig international zu werden. Alleiniges Auswahlkriterium bleibt der literarische Anspruch. Das Musikprogramm wird um einen großen Namen reicher: Nikolaus Harnoncourt kann für den Verlag gewonnen werden.

Um seine Nachfolge und die Existenz des Verlags in Österreich langfristig zu sichern, beschließt Wolfgang Schaffler 1983 den Residenz Verlag an den Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) zu verkaufen. 1984 wird Jochen Jung, seit 1975 als Lektor für Residenz tätig, zum zweiten Geschäftsführer bestellt.

Wolfgang Schaffler stirbt am 22. April 1989, kurz nachdem er sich endgültig ins Privatleben zurückgezogen hatte. Im Jahr 2002 wird der Bundesverlag privatisiert und an den deutschen Ernst Klett Verlag verkauft. Martina Schmidt, Geschäftsführerin der Konzern-Schwester Deuticke, ist von 2000 bis 2003 für den Verlag verantwortlich, bis im Dezember 2003 das Niederösterreichische Pressehaus in St. Pölten neuer Eigentümer des Residenz Verlages wird.

Der Hauptsitz des Verlages ist nun in St. Pölten. Der Verlagsleiter Herwig Bitsche etabliert das Kinderbuchprogramm Nilpferd und gestaltet ein ausgewogenes Programm mit Literatur und Sachbuch. Insbesondere die Literatur erfährt eine Rückbesinnung auf deutschsprachige Autoren. Gleichzeitig werden wieder verstärkt junge Autoren veröffentlicht. Auch Übersetzungen bleiben ein Teil des Verlagsprogramms, allerdings ist das Augenmerk zuerst stärker auf Autorinnen und Autoren aus Zentral- und Osteuropa gerichtet, und wird später um Übersetzungen aus dem Amerikanischen noch erweitert.

2010 verlässt Herwig Bitsche den Residenz Verlag, seine Nachfolgerinnen sind Claudia Romeder (Programm) und Roswitha Wonka (kaufmännische Geschäftsführerin).

2011 feiert das Kinderbuchprogramm Nilpferd sein 10jähriges Bestehen und blickt auf große Erfolge im deutschsprachigen Buchmarkt, aber auch im internationalen Lizenzgeschäft, zurück.

2015 fassen die Eigentümer den Entschluss, das Kinderbuchprogramm "Nilpferd" aus dem Residenz Verlag zu lösen, neuer Eigentümer ist ab 1.6.2015 der Wiener G&G Verlag. Die Programmschiene Nilpferd wird dort unter der Verantwortung der bisherigen Programmleiterin, Cornelia Hladej, weitergeführt.

Im Juli 2015 kehrt der Residenz Verlag an seinen Ursprungsort zurück: Die Salzburger PDP Holding unter Eigentümer Peter Daniell Porsche und CEO Rafael Walter, wird 100% Eigentümerin des Residenz Verlags.

Die beiden Verlagsleiterinnen Claudia Romeder (Programm) und Roswitha Wonka (kaufmännische Agenden) verbleiben in ihren Positionen und sind in Zukunft auch für die Geschäftsführung des Residenz Verlags verantwortlich, wodurch die Weiterführung der bisherigen Ausrichtung und die inhaltliche Unabhängigkeit des Verlages garantiert sind. Im Herbst 2015 werden die neuen Standorte - der Hauptsitz in der „Kunstmühle“ in Salzburg-Gnigl und das Büro in Wien - bezogen.

Zahlreiche Preise und Auszeichnungen prägen die Verlagsgeschichte, der Residenz Verlag ist ein wichtiger Teil der Österreichischen Verlagsszene. Erfolgreiche Debütanten, langjährige Wegbegleiter des Verlages, spannende Übersetzungen aus Europa und den USA und die Essayreihe „Unruhe bewahren“ prägen das Literaturprogramm, das Sachbuchprogramm überzeugt mit aktuellen Themen und überraschenden An- und Einsichten.

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