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Steiner, Max #

(Maximilian Raoul Steiner)


* 10. 5. 1888, Wien

† 28. 12. 1971, Beverly Hills (USA)

(Film-)Komponist


Maximilian Raoul Steiner stammte aus einer Familie, die eng mit dem (Musik-)Theater verbunden war: Sein Großvater Maximilian Steiner (1839-1880) besaß das Theater an der Wien. Sein Vater Gabor Steiner (1858-1944) war der bedeutendste Animator des Wiener Praters und gilt als Vater der modernen Revue. Berühmt war sein 1895 errichteter Vergnügungspark "Venedig in Wien", auf dessen Areal das Riesenrad entstand. Als Theaterdirektor leitete Gabor Steiner das Orpheum (Wien 9, Wasagasse 33) und das Ronacher.

Max Steiner studierte bereits als Jugendlicher an der Wiener Akademie und schrieb als 15-Jähriger (1903) seine erste Operette, "Die schöne Griechin". 1904-14 war er Dirigent und Arrangeur in England und ging dann nach Amerika, wo er zunächst die Musik zu Musicals, Operetten, Shows, Revuen usw. dirigierte und komponierte. Ab 1916 schrieb er Filmmusik, 1929 ging er nach Hollywood und feierte 1933 mit der Musik zu "King Kong" einen sensationellen Erfolg, auch die Musik zu zahlreichen Musicalfilmen mit F. Astaire und G. Rogers komponierte er in diesen Jahren. 1935 gewann er erstmals den Oscar für die Musik zu "Der Verräter" von J. Ford. 1937-53 arbeitete er für Warner Bros. und wurde noch zweimal mit dem Oscar für die beste Filmmusik ausgezeichnet: 1942 für "Reise aus der Vergangenheit" und 1944 für "Als du Abschied nahmst". Auch für drei Filme, die den Oscar für den besten Film erhielten, hatte er die Musik komponiert: "Das Leben des Ezra Pound" (1937), "Vom Winde verweht" (1939) und "Casablanca" (1943).

1953 gründete Max Steiner einen eigenen Musikverlag und war für verschiedene Filmstudios tätig. Insgesamt schrieb und dirigierte er die Musik zu mehr als 300 Filmen und gilt als einer der produktivsten und erfolgreichsten Komponisten Hollywoods. Er hat einen Stern im Hollywood Walk of Fame, sein Bild ziert eine amerikanische Briefmarke.