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vom 15.09.2016, aktuelle Version,

Österreichische Geologische Gesellschaft

Österreichische Geologische Gesellschaft
(ÖGeolG, ÖGG)
Logo der ÖGeolG
Zweck: Förderung der österreichischen Geologie
Vorsitz: Bernhard Grasemann (Präsident)[1]
Gründungsdatum: 1907 (als Geologische Gesellschaft in Wien)
Mitgliederzahl: ca. 700
Sitz: Wien 3, Neulinggasse 38 (co Geologische Bundesanstalt)
Website: www.geologie.or.at

Die Österreichische Geologische Gesellschaft (ÖGeolG oder ÖGG)[2] ist eine wissenschaftliche Vereinigung der Geologen Österreichs und von Kooperationspartnern im Ausland.

Struktur und Aufgaben

Die 1907 formulierten Zielsetzungen haben bis heute Gültigkeit:

  • Koordination der Zusammenarbeit unter den österreichischen Geologen
  • Kontaktnahme mit ausländischen Kollegen und Gesellschaften
  • Kooperation zwischen wissenschaftlicher und angewandter Geologie
  • Pflege der Vielseitigkeit aller geologischen Arbeitsrichtungen
  • Verbreitung geologischen Wissens und neuer Forschungsergebnisse
  • Offenheit der Gesellschaft für jeden an erdwissenschaftlichen Fragen interessierten Bürger.

Derzeit hat die Gesellschaft 714 Mitglieder, davon 155 im Ausland.

Zu ihren Aktivitäten gehört die jährliche Herausgabe des Austrian Journal of Earth Sciences [3] (ehem. Mitteilungen der Österreichischen Geologischen Gesellschaft) – das im Schriftentausch an über 200 ausländische Fachvereinigungen, Universitäten etc. versendet wird – und regelmäßige Fachvorträge in den Städten Wien, Salzburg, Innsbruck und Graz. Zu speziellen Themen finden ferner Exkursionen, Wandertagungen und vereinzelt Feldübungen statt.

Das Sekretariat der ÖGG führt die Geologische Bundesanstalt (GBA) in Wien.

Geschichte

Sie wurde 1907 in Wien als Geologische Gesellschaft in Wien gegründet und erhielt 1976 ihren jetzigen Namen.

Vorsitzende der ÖGG

Vergebene Ehrungen

Zu ihren Preisen zählt neben der Ehrenmitgliedschaft und der Ernennung von korrespondierenden Mitgliedern die Eduard-Sueß-Gedenkmünze, der Otto-Ampferer-Preis und der Hans Höfer von Heimhalt-Preis. Außerdem vergibt die ÖGG einen Preis für die beste vorwissenschaftliche Arbeit im Bereich Erdwissenschaften, die im Rahmen der Matura von Schülern verfasst wird.

Publikationen

Seit 1908 gibt die Geologische Gesellschaft neben den Vereinsnachrichten jährlich die Mitteilungen heraus. Seit 2004 heißt die Zeitschrift Austrian Journal of Earth Sciences und publiziert in englischer Sprache.

Die Titeländerungen der „Mitteilungen“:

  • Mitteilungen der Geologischen Gesellschaft in Wien, Bd. 1–31, 1908–1938
  • Mitteilungen des Alpenländischen Geologischen Vereins 32–35, 1939–1942
  • Mitteilungen der Geologischen Gesellschaft in Wien, 36–67, 1945–1974
  • Mitteilungen der Österreichischen Geologischen Gesellschaft, 68–94, 1975–2003
  • Austrian Journal of Earth Sciences, Vol. 95/96 ff, 2004 ff

Beginnend mit Band 1 aus dem Jahr 1908 sind alle Bände digitalisiert und im Internet abrufbar.

Siehe auch

Literatur

  • Erhard Braumüller: Zur Geschichte der Geologischen Gesellschaft in Wien (bzw. seit 1976 der Österreichischen Geologischen Gesellschaft) in den Jahren 1958-1982. In: Mitteilungen der Österreichischen Geologischen Gesellschaft 76, Wien 1983, S. 7–18.
  • Tillfried Cernajsek, Johannes Seidl: Zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis: 100 Jahre Österreichische Geologische Gesellschaft (vormals Geologische Gesellschaft in Wien). In: Austrian Journal of Earth Sciences 100, Wien 2007, S. 252–274.
  • Tillfried Cernajsek, Johannes Seidl: 100 Jahre Österreichische Geologische Gesellschaft, vormals Geologische Gesellschaft in Wien. Zur Problematik einer Vereinsgeschichtsschreibung und ihrer Methoden. In: Berichte der Geologischen Bundesanstalt. 7. Wissenschaftshistorisches Symposion „Geschichte der Erdwissenschaften in Österreich“, Bd. 72, Wien 2008, S. 7–12 (pdf, geologie.ac.at, ganzes Heft)

Einzelnachweise

  1. dzt. Universität Wien, Leiter des Departments für Geodynamik und Sedimentologie;
    siehe Der Vorstand, geologie.or.at
  2. ÖGG steht meist für die Österreichische Geographische Gesellschaft
  3. Austrian Journal of Earth Sciences