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vom 07.04.2017, aktuelle Version,

Österreichische Hoteliervereinigung

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Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) ist ein Verein[1] und vertritt seit 1953 die Interessen von ca. 1.350 Hotelbetrieben der Stadt-, Ferien- und Konzernhotellerie. Die ÖHV agiert damit als größte freiwillige Interessenvertretung auf österreichischer und europäischer Ebene, als auch als Serviceorganisation für ihre Mitglieder. Die Mitgliedschaft besteht, im Gegensatz zu den Kammern, auf freiwilliger Basis.[2]

Geschichte

Am 31. Mai 1953 fand in Innsbruck unter dem Vorsitz des Wiener Hoteliers Leopold Nedomansky die Gründungsversammlung der Österreichischen Hoteliervereinigung statt. Sie hatte eine lange Vorgeschichte: Bereits 1902 entstand die „Vereinigung Wiener Hotelbesitzer“, die 1938 ihre Tätigkeit einstellen musste, sie aber sofort nach Kriegsende 1945 wieder aufnahm. Es zeigte sich sehr bald, dass eine österreichweite Organisation notwendig war, wenn das damals primäre Ziel erreicht werden sollte, nämlich die internationale Positionierung für einen qualitätsvollen Österreichtourismus. Überlegungen, innerhalb der Kammerorganisation eine eigene Berufsgruppe „Internationales Beherbergungsgewerbe“ zu bilden, konnte nicht realisiert werden. Daher verwandelte sich der Wiener Hotelbesitzerverein 1951 in die Vereinigung österreichischer Hoteliers mit dem Ziel, in allen Bundesländern Mitglieder zu gewinnen. Mit der Neugründung der ÖHV zwei Jahre später fand der Erfolg dieser Bemühungen seine Bestätigung. [3]

Aufgaben

Die Zielrichtung der Tätigkeit des Vereines hat sich wesentlich erweitert. In den schwierigen Nachkriegsjahren standen die Beratung der Mitglieder bei der Planung und Durchführung betriebswirtschaftlicher und betriebstechnischer Maßnahmen sowie die Unterstützung der Werbung im Vordergrund, heute geht es darüber hinaus im Sinne einer aktiven Interessenvertretung in der Politik und in der Öffentlichkeit primär durch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Lobbying um die Mitgestaltung der Rahmenbedingungen für den Tourismus, um die Beobachtung und Bewertung von Entwicklungstrends und um die Zusammenarbeit mit Tourismusorganisationen, auch im internationalen Bereich. 1991 erhielt die ÖHV die Kollektivvertragsfähigkeit (Kollektivvertrag) zugesprochen.

Die Serviceleistungen der ÖHV – welche hauptsächlich von der 1998 gegründeten Tochtergesellschaft ÖHV Touristik Service GmbH abgewickelt werden – sind grundsätzlich auf Kostensenkung in den Betrieben und der Fortbildung[4] der Unternehmer und der Mitarbeiter ausgerichtet. Von der Unternehmer-Akademie (UNA) bis hin zu eintägigen Praktikerseminaren bietet die ÖHV damit Aus- und Weiterbildungsprogramme für Unternehmer, Abteilungsleiter und Spezialisten.

ÖHV-Hotelierkongress

Jedes Jahr nehmen rund 600 Hoteliers, Touristiker, Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie Journalisten am ÖHV-Hotelierkongress teil. Der Hotelierkongress der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) gilt als Branchentreff der österreichischen Spitzenhotellerie zu Beginn jeden Jahres.[5]

Mitglieder

Mit 150.000 Betten – das entspricht zwei Drittel der Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie – und 40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen Logisumsatz von ca. 3 Mrd Euro.

Die Mitgliedsbetriebe nutzen in der ÖHV operative Dienstleistungen in Marketing und Weiterbildung. 1966 übersiedelte das ÖHV–Winterarbeitsseminar, das erstmals 1959 in Bad Gastein stattfand, auf den Arlberg und war bis 1991 als „Zürser Woche“ eine Branchenveranstaltung. Die ÖHV ist in Regionen organisiert und wird dort durch einen ÖHV-Vizepräsidenten, wie die Präsidenten ehrenamtlich agierende Funktionäre, repräsentiert.

Präsidenten und Generalsekretär der ÖHV

Seit dem 17. Jänner 2016 repräsentiert Michaela Reitterer[6] als Präsidentin die ÖHV.

Präsidenten-Chronologie: [7]

  • Michaela Reitterer (2013 - aktuell)
  • Gregor Hoch (2013-2016)
  • Sepp Schellhorn (1993–2013)
  • Peter Peer (1993–2013)
  • Helmut Peter (1993–2003)
  • Günther Ronacher (1987–1993)
  • Wolfgang Zorn (1981–1987)
  • Ernst Skardarasy (1964–1981)
  • Harriet Walderdorff (1963–1964)
  • Josef Fuchs, (1962–1963)
  • Eduard Josef Metzger (1957–1962)
  • Gründerpräsident Leopold Nedomansky (1953–1957)

Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung ist seit 2014 Markus Gratzer, zusätzlich agiert er als Geschäftsführer der ÖHV Touristik Service GmbH.

Studien und Positionen

In ihrem Positionspapieren präsentiert die ÖHV die großen Problem- und Aufgabenfelder der heimischen Tourismus-Community. Das dargelegte Spektrum reicht von volks- und betriebswirtschaftlichen Fragestellungen über Arbeitsmarktthematiken bis hin zu paneuropäischen Projekten. Gleichzeitig bietet die ÖHV auch Lösungsansätze, die klare Handlungsaufträge darstellen und an deren Umsetzung die ÖHV arbeitet.

Einzelnachweise

  1. Statuten der Österreichischen Hoteliervereinigung - ÖHV Österreichische Hoteliervereinigung. In: www.oehv.at. Abgerufen am 18. Dezember 2016.
  2. Werden Sie ÖHV-Mitglied! - ÖHV Österreichische Hoteliervereinigung. In: www.oehv.at. Abgerufen am 18. Dezember 2016.
  3. ÖHV-Vereinsgeschichte - ÖHV Österreichische Hoteliervereinigung. In: www.oehv.at. Abgerufen am 18. Dezember 2016.
  4. Profitieren Sie vom ÖHV-Weiterbildunsangebot - ÖHV Österreichische Hoteliervereinigung. In: www.oehv.at. Abgerufen am 18. Dezember 2016.
  5. ÖHV-Hotelierkongress 2017 - ÖHV Österreichische Hoteliervereinigung. In: www.oehv.at. Abgerufen am 18. Dezember 2016.
  6. ÖHV-Präsidium - ÖHV Österreichische Hoteliervereinigung. In: www.oehv.at. Abgerufen am 18. Dezember 2016.
  7. ÖHV-Präsidium - ÖHV Österreichische Hoteliervereinigung. In: www.oehv.at. Abgerufen am 18. Dezember 2016.