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vom 08.04.2017, aktuelle Version,

Österreichische Kriegsgräberstätte Ritzebüttel

Das Denkmal
Inschrift

Die Österreichische Kriegsgräberstätte Ritzebüttel befindet sich auf dem Friedhof der Martins-Kirchengemeinde im Stadtteil Ritzebüttel von Cuxhaven in Deutschland. Hier ruhen 51 Tote der österreichischen k.k. Marine, die 1864 beim Seegefecht vor Helgoland starben.[1]

Seegefecht vor Helgoland

Das Seegefecht südlich vor Helgoland 1864 führte zu Toten und Verwundeten auf den österreichischen Fregatten Schwarzenberg und Radetzky. Die Fregatte Schwarzenberg wurde in Brand geschossen.

Kriegsgräber

Das Areal am Friedhof wurde durch Kaiser Franz Josef erworben, die 51 Toten des Seegefechts beigesetzt und in der Mitte des Friedhofs ein Denkmal errichtet.[2] Die Toten sind namentlich auf dem Denkmal aufgeführt.[3] Das Denkmal ist ein vier Meter hoher Obelisk. Auf der Spitze ist ein vergoldeter Doppeladler angebracht. Eingerahmt ist das Denkmal mit Ankerketten der Schwarzenberg, die zwischen runden Steinpfeilern, die Kanonenkugeln tragen, gespannt sind.[4]

Gedenken

Das Gräberfeld wird durch Angehörige österreichischer Marinekameradschaften, Vertreter der Republik Österreich, des Österreichischen Schwarzen Kreuzes und der Stadt Cuxhaven besucht.[5] Das Österreichische Schwarze Kreuz, die Kirchengemeinde der Martinskirche zu Cuxhaven-Ritzebüttel, die Marine-Kameradschaften Admiral Tegetthoff in Graz und Admiral Ruge in Cuxhaven betreuen die Kriegsgräberstätte.[6]

Weitere Gedenkstätten

St.-Joseph-Kirch (St.-Pauli), Gedenktafel Österreichs Land und Seesoldaten 1864–1866
Denkmal in Hamburg, unterhalb Palmaille 45, an die Gefallenen der Schlacht von Helgoland 1864
Helgoland, Düne, Friedhof der Namenlosen: Erinnerung an die Toten des Seegefechts von Helgoland 1864

Die Verwundeten der Seeschlacht wurden nach Altona gebracht. Bei der katholischen St.-Joseph-Kirche (St. Pauli) in Hamburg erinnert eine Gedenkplatte an die in den Hamburger Hospitälern verstorbenen österreichischen Land- und Seesoldaten, die auf dem Begräbnisplatz der Kirche beerdigt wurden. Zur Erinnerung an sie wurde nach einem Entwurf von Martin Haller und W. P. Behrmann ein Denkmal errichtet. Dieses wurde 1896/97 durch eine Ornamentkartusche am oberen Ende und eine Wappenkartusche am unteren Ende ergänzt. Es wurde 1958 an den Elbhang oberhalb der Großen Elbstraße in der Grünanlage des Elbuferwanderweges unterhalb des Hauses Palmaille 45 umgesetzt.[7][6] [8]

Eine Erinnerungstafel auf Helgoland (auf dem Friedhof der Namenlosen auf der Düne) erinnert ebenfalls an die Toten dieses Seegefechts.

Einzelnachweise

  1. Gerd Stolz: Erinnerungsstätten an das Seegefecht bei Helgoland. In: Bordbrief der Marinekameradschaft und vom Seemannschor Admiral Tegetthoff, Juni 2009.
  2. Dieter Allesch: Gedenkreise der ÖSK Landesgeschäftsstelle Steiermark nach Cuxhaven. In: Österreichisches Schwarzes Kreuz unter Aktuelles, aufgerufen am 28. Juni 2014.
  3. Cuxhaven-Ritzebüttel (Österreichisches Marine-Ehrenmal auf dem Friedhof), Niedersachsen.
  4. Helmut Schoenfeld: Gedenken an die Toten des Seegefechts vor Helgoland 1864. In: Ohlsdorf – Zeitschrift für Trauerkultur, Nr. 102, III, 2008, August 2008.
  5. Hamburg-Altona (Denkmal auf der Palmaille).
  6. 1 2 Helmut Schoenfeld: Gedenkstein für die Toten des Seegefechts 1864 vor Helgoland (Ergänzung). In: Ohlsdorf – Zeitschrift für Trauerkultur, Nr. 107, IV, 2009, November 2009.
  7. Hamburg-Altona (Denkmal auf der Palmaille).
  8. Helmut Schoenfeld: Maritime Gedenkstätten an Hamburgs Hafenrand. In: Ohlsdorf – Zeitschrift für Trauerkultur, Ausgabe 91, IV, 2005 – November 2005.
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