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vom 22.07.2017, aktuelle Version,

Österreichische Rote Hilfe

Die Österreichische Rote Hilfe war eine Sektion der Internationalen Rote Hilfe. Sie wurde 1923 im Rahmen der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) geschaffen und ab 1925 trat die Rote Hilfe Österreichs als formal selbstständige, aber in Wirklichkeit von der KPÖ gelenkte überparteiliche Mitgliederorganisation auf.[1]

Nach dem Schattendorfer Urteil wurde die parteiübergreifende Solidarität organisiert, was zu einem erheblichen Mitgliederzuwachs führte. So engagierte sich die Rote Hilfe nicht nur für von Repression bedrohte Kommunisten, sondern auch für Mitglieder der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Österreichs und für Parteilose.[2] Darüber hinaus wurden Geldsammlungen für politische Gefangene im Ausland vorangetrieben, etwa für die in den USA inhaftierten Anarchisten Sacco und Vanzetti.[3] Die Mitarbeit in den Rote Hilfe-Gruppen entwickelte sich während der NS-Herrschaft in Österreich vielfach spontan in den Betrieben, als Reaktion auf die Verhaftung von Kolleginnen und Kollegen, sowie nicht selten auch auf Grund von Willkürmaßnahmen der Betriebsleitung.[4] Die Österreichische Rote Hilfe, welche von der jüdischen Kommunistin Malke Schorr geleitet wurde, bestand legal bis 1933 und später im Untergrund bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.[5]

Einzelnachweise

  1. Nikolaus Brauns: Die Rote Hilfe Österreichs (Zugriff am 12. Dezember 2014)
  2. Nick Brauns: Karl Kraus und die Rote Hilfe Österreichs (Zugriff am 12. Dezember 2014)
  3. Nick Brauns: Karl Kraus und die Rote Hilfe Österreichs
  4. Winfried Garscha (DÖW): Linker Widerstand – „Rote Hilfe“ – Arbeiterwiderstand (Zugriff am 13. Dezember 2014)
  5. Walter Baier: Ein Essay (hrsg. vom Bundesvorstand der KPÖ) (Zugriff am 12. Dezember 2014)