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vom 07.06.2017, aktuelle Version,

Österreichischer Heeressportverband

Der Österreichische Heeressportverein (ÖHSV) ist der Sportverband des Österreichischen Bundesheeres. Als Dachverband steht er über den einzelnen Heeressportlandesverbänden.

Geschichte

Eine ÖBB-Lokomotive mit Werbung für den Heeressport

Gegründet wurde der Österreichische Heeressportverein im Jahr 1930 als Verein mit Sitz im Kriegsministerium. Vorläufer gab es bereits seit 1921 in den einzelnen Garnisonen des Bundesheeres der Ersten Republik in Form von Garnisonssportvereinigungen. Bei der Gründung zählte der Oe.H.Sp.V 40 Garnisonssportvereinigungen. Die Struktur war bereits der heutigen ähnlich.

Aus der Politik hielt sich der ÖHSV in der ersten Republik und im Ständestaat heraus. Aber namhafte Sportler kamen aus den Reihen des ÖHSV wie Huber, Oblinger Zumpe (Radfahren), Leitgeb, Leben (Leichtathletik und Geländelauf), Martinek (Boxen), Karl Kaschka (Fechten), Max Stiepl (Eisschnelllauf) auch bei zivilen Bewerben. 1935 zog sich der ÖHSV auf Grund der politischen Situation aus den zivilen Bewerben zurück und setzte seinen Schwerpunkt auf militärische Wettkämpfe.

Nach dem „Anschluss“ im Jahr 1938 wurde der ÖHSV aufgelöst. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde noch während der Besatzungszeit von der B-Gendarmerie in Tirol ein Sportverein gegründet, der dann 1956 als erster HSV begann. Weitere Vereinsgründungen in Graz, Salzburg und Wien folgten.

So begann man wieder eine Neugründung eines Dachverbandes zu überlegen. Zivile Vereine wie der ASVÖ oder ASKÖ befürchteten die Entwicklung eines militärischen Sportvereins ähnlich jener im damaligen Ostblock und daher sowohl den Abgang von Athleten als auch finanzieller Förderungen.

Es dauerte bis 1965, bis der damalige Verteidigungsminister Georg Prader die Gründung mit ministerieller Weisung „befahl“. So wurde am 19. Oktober 1967 der ÖHSV das zweite Mal neu gegründet.

Seit 1992 gliedert sich der ÖHSV in neun Landesverbände und 90 Sportarten. Von den 30.000 Mitgliedern wurden 650 internationale Medaillen erzielt. Von den österreichischen Staatsmeistern stammen bereits über 3000 Sportler aus den Reihen des ÖHSV.

Der ÖHSV trat aber auch bereits einige Male als Veranstalter bzw. als starker Unterstützer internationaler Meisterschaften in Erscheinung. So wird beispielsweise die Ironman Austria abgehalten oder in Hochfilzen 2005 und 2017 die Biathlon-Weltmeisterschaften, der Marc-Aurel-Marsch oder dem österreichischen Teil des Supermarathon Wien-Bratislava-Budapest.

Präsidium[1]

  • Präsident: Generalmajor Andreas Pernsteiner
  • Geschäftsführender Präsident: Generalmajor Mag. Heinrich Winkelmayer

Ehrenmitglieder[2]

Einzelnachweise

  1. Präsidium des OEHSV. Abgerufen am 2. Dezember 2015.
  2. Ehrenmitglieder des OEHSV. Abgerufen am 2. Dezember 2015.