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vom 31.05.2017, aktuelle Version,

Abri Plan de Frea

Plans de Frea

Der Abri Plan de Frea liegt etwa 1930 m hoch auf halber Strecke des alten Weges zwischen dem Ortsteil Plan (Gemeinde Wolkenstein in Gröden) und dem Grödner Joch in Südtirol (Italien).

Ein großer, vom Sellastock heruntergestürzter Felsblock („Sas del Moro“ genannt) weist Ost-West-orientierte, überhängende Felsdächer auf. 1978–80 erfolgte Grabungen erbrachten einen mesolithischen Siedlungshorizont. Abfallgruben, Reste eines partiell eingetieften Hüttenbodens und etwa 250 bearbeitete Mikrolithen wurden gefunden. Unter Nutzung des Felsdaches stand hier eine etwa 6,0 × 3,0 m große einfache Hütte, deren Frontseite durch schräg am Felsdach angelehnte Stangen gebildet wurde, die am unteren Ende durch große Steinplatten fixiert waren.

Die Jagdstation datiert von etwa 7000 v. Chr. und zählt zu den ältesten im Alpenraum bzw. in Norditalien. In den höheren Lagen fanden sich zwei Feuerstellen und Keramik der späten Bronzezeit.

Auch die hochmittelalterliche Nutzung als Almweide ist urkundlich bezeugt. In einer Traditionsnotiz des Hochstifts Freising aus dem letzten Viertel des 11. Jahrhunderts verhandelt ein gewisser Grimold mit Gesandten der Freisinger Bischofskirche über Grödner Besitz- und Nutzungsrechte an Almen, darunter zu „Planum“, den Almwiesen auf Plan de Frea.[1]

Literatur

  • Andreas Lippert (Hrsg.): Reclams Archäologieführer Österreich und Südtirol. Stuttgart 1985, S. 599. ISBN 3-15-010333-9

Einzelnachweise

  1. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Bd. 1: Bis zum Jahr 1140. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7030-0469-8, S. 222, Nr. 250.