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vom 27.10.2015, aktuelle Version,

Adolf Cluss (Agrarchemiker)

Adolf Cluss (* 6. Juni 1862 in Heilbronn; † 22. Dezember 1930 in Wien) war ein deutscher Agrarchemiker.

Leben

Adolf Cluss stammte aus der Familie Cluss, einer alteingesessenen Heilbronner Unternehmer- und Brauerfamilie (Brauerei Cluss). Nach dem Besuch des Oberlyceums in Reutlingen und des humanistischen Gymnasiums in Heilbronn studierte er neben anderen Naturwissenschaften Chemie an den Universitäten München, Straßburg und Heidelberg. 1882 wurde er Mitglied des Corps Suevia München.[1] 1886 wurde er in Heidelberg zum Dr. phil. promoviert. Im selben Jahr wurde er Assistent am chemischen Laboratorium der Landwirtschaftsakademie Hohenheim. 1888 ging er nach Halle und wurde Assistent an der agrikulturchemischen Versuchsstation der Landwirtschaftskammer der Provinz Sachsen. Von dort aus unternahm er Studienaufenthalte an der Brauerei-Versuchsstation Berlin und in Kopenhagen. 1893 habilitierte er sich an der Universität im Fach Agrikulturchemie. 1902 erhielt er die Ernennung zum Vorstand der agrarchemischen Versuchsstation Halle. 1904 nahm er einen Ruf der Hochschule für Bodenkultur Wien an. Seine Hauptarbeitsgebiete waren Nutzung und Bonitierung der Gerste sowie die Bier- und Weinherstellung.

Schriften

  • Wert und Wirkung von Flusssäure, Fluoriden und schwefeligsauren Salzen auf die Gärung, 1893
  • Taschenbuch für Brau- und Malzindustrie, 1913
  • Das Bier und unsere Volksernährung im Weltkrieg, 1916
  • Brennerei, 1922
  • Adolf Cluss auf www.catalogus-professorum-halensis.de

Einzelnachweise

  1. Kösener Korpslisten 1910, 178, 768