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vom 22.05.2018, aktuelle Version,

Adolf Luser

AdolfLuser
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Adolf Luser (* 8. Oktober 1886 in Lotschnau/Lačnov; † 19. November 1941[1]) war ein österreichischer Verleger.

Leben und Verlag

Adolf Luser wurde im Jahre 1886 im damals österreichisch-ungarischen Schönhengstgau im Bauerndorf Lotschnau (Lačnov) nummer 79 geboren, das heute zum Bezirk Zwittau (Okres Svitavy) gehört.

Luser leitete in Wien die 1922 etablierte Buchhandlung der OHG „Deutscher Schulverein und Gesellschaft“ mit dem Namen „Eckart Verlag und Eckart-Buchhandlung“. 1926 etablierte er den Adolf Luser Verlag mit zugehöriger Buchhandlung.[2] In diesem Verlag erschien später auch die nationalistische Zeitschrift „Der getreue Eckart“ bis zum Jahre 1943. Eine der ersten Mitarbeiterinnen bei dieser völkischen Zeitschrift war Maria Grengg, die dafür erst Illustrationen und dann auch literarische Arbeiten erschuf[3].

Der Adolf Luser Verlag wurde während des Zweiten Weltkrieges umbenannt in „Wiener Verlag Ernst Sopper & Karl Bauer“. 1949 übernahm ihn die „Vorwärts“ A.G., im Jahre 1970 schließlich der C. Bertelsmann Verlag.

Er war verheiratet mit Anna Maria Schanda eine Enkelin von Stefan Hopferwieser, Gründer der Heutige Umdasch-Gruppe.

Und er war ein Onkel von Oskar Schindler.

Verlagsprodukte (Beispiel)

Fußnoten

  1. Nachruf im Neuen Wiener Tagblatt vom 21. November 1941
  2. Murray G. Hall (1985). Österreichische Verlagsgeschichte 1918–1938. Band 2: Belletristische Verlage der Ersten Republik. Wien/Graz: Böhlau.
  3. Maria Grengg 1888-1963 (Memento des Originals vom 30. August 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.onb.ac.at Österreichische Nationalbibliothek