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vom 13.08.2015, aktuelle Version,

Adolf von Hake

Adolf Christian von Hake (* 3. September 1747 in Hannover; † 21. Juni 1825) war ein General der Infanterie.

Leben

Familie

Er stammte aus dem Hause Hake. Sein Vater war der Königliche Premier-Minister (Geheimer Rat) und Consistorial-Präsident Levin Adolph von Hake. Seine Mutter war Renate Sophie von Alvensleben. Am 22. Februar 1775 heiratete er Amalie Ernestine Freiin von Kipen († 17. April 1825), die als Aussteuer das Gut Imbshausen mit in die Ehe brachte, welches Hake dann gegen das Gut Hasperde tauschte. Sie hatten zwei Söhne, darunter der Amtmann Georg Ernst Adolf von Hake.

Militärkarriere

Seine Schulbildung bekam er von Hauslehrern. Seine Militärkarriere begann 1762, als er Fähnrich im Hannoverschen Infanterie-Garde-Regiment wurde. An mehreren Gefechten des Siebenjährigen Krieges nahm er teil. 1769 wurde er Leutnant.

Durch eine Reise mit seinem Vater nach England knüpfte er Kontakt zu König Georg III. Dadurch wurde er außerplanmäßig bereits 1773 Stabskapitän und im nächsten Jahr Hauptmann beim 7. Infanterie-Regiment in Hameln. 1789 wurde er Major. Dann bekam er eine Anstellung beim 6. Infanterie-Regiment. Als sein Onkel starb, der bis dahin eine Führungsperson Bremen-Verdens war, erbte er die Gutshöfe in Diedersen und Dassel. Wiederum außerplanmäßig ernannte ihn Georg III. 1793 zum Oberstleutnant und zum Flügeladjutanten von Friedrich August, Herzog von York und Albany. Bei dessen Angriff auf Valenciennes stürzte er vom Pferd und erlitt einen Hüftschaden. 1794 wurde er Flügeladjutant von Feldmarschall Wilhelm von Freytag.

1797 wurde Hake Oberst und 1800 Generalmajor. Man zeichnete ihn durch Ernennung zum Mitglied der Königlichen Kriegskanzlei aus. 1803 zog er wegen der Napoleonischen Kriege mit der Armee aus Kurhannover ab in das Herzogtum Lauenburg und wurde nach der Konvention von Artlenburg in Wismar Direktor in den Angelegenheiten der Kriegskanzlei. Diese Arbeit führte er in Hannover fort, nachdem im Dritten Koalitionskrieg dort die russische Armee einrückte. Als Hannover erneut von der französischen Armee besetzt wurde und an das Departement der Aller fiel, ging Hake auf sein Gut Diedersen.

Nachdem Georg III. König im Königreich Hannover geworden war, wurde Hake wieder in die Kriegskanzlei in Hannover berufen und wurde Generalleutnant. 1815 zeichnete man ihn mit dem Großkreuz des Guelphen-Ordens aus. In der Kriegskanzlei wurde er bald Vizepräsident und außerdem General der Infanterie.

1825 bat er, mittlerweile für Georg IV. tätig, um Entlassung, was genehmigt wurde. Darauf verkaufte er sein Haus in Hannover, kaufte das Haus des Bürgermeisters in Hameln und zog dorthin. Er und seine im selben Jahr gestorbene Frau kamen in die Familiengruft in Bisperode.

Literatur