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vom 06.12.2016, aktuelle Version,

Agenbachsiedlung

Agenbachsiedlung (Ortschafts­bestandteilf0)
Agenbachsiedlung (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Innsbruck Land (IL), Tirol
Gerichtsbezirk Innsbruck
Pol. Gemeinde Ampass
Ortschaft Ampass
Koordinaten(K) 47° 15′ 51″ N, 11° 28′ 8″ O
Höhe 614 m ü. A.
Postleitzahl 6070 Ampass
Statistische Kennzeichnung
Zählsprengel/ -bezirk Ampass (70303 000)

Adressbereich Agenbachsiedlung rechts, getrennt von Ampasser Straße in der Mitte. Im Hintergrund Gröbental.
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; TIRIS;
(K) Koordinate nicht amtlich
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Die Agenbachsiedlung ist eine Ortslage im Südöstlichen Mittelgebirge unweit Innsbruck in Tirol und gehört zur Gemeinde Ampass im Bezirk Innsbruck Land.

Geographie

Ursprüngliche Gehöfe Agenbach an L283

Die Siedlung befindet sich südöstlich von Innsbruck, direkt östlich vom Ortskern von Ampass, oberhalb des Inn. Sie liegt auf um die 610 m ü. A. Höhe.

Die Ortslage umfasst den Gutteil des Ortes Ampass. Der eigentliche Adressbereich Agenbachsiedlung, welcher am östlichen Hang des Mensplateau liegt, ist aber nur ein Teil davon. Weitere dazugehörige Straßen sind der Winkelweg, Gartenweg, Feilsweg, Mühlenweg, Gröbentalweg und der Anfang der Römerstraße. Letztere verbindet Agenbach auch mit dem Dorfkern im Westen.

Hier mündet der Gröbentalbach aus dem kleinen Gröbental in den Herztalbach von Ampass her und die Ampasser Straße (L283), fließt hier in die L38.

Nachbarorte:
Industriezone Hall-Thaur (Gem. Thaur, Hall i.T.)
Inn
Häusern

Geschichte, Kultur und Infrastruktur

Der bewaldete Rücken vom Ampasser Kirchbühel her ist eine gut ausgebildete Seitenmoräne der Einmündung des Wipptalgletschers in den Inngletscher.[1]

Agenbach war ursprünglich der Name des kleinen Gehöfts,[2] das an der Straße von Häusern herauf nach Ampass liegt.

Diese Römerstraße (L38 Ellbögener Straße) ist wohl tatsächlich eine, ein Nebenweg der Brennerstraße aus dem Wipptal über Lans – Aldrans direkt nach Hall (Salzstraße). Auf der Terrassenflur unterhalb (Im Winkel), zwischen Mensboden und Sonnenbichl, konnten antike Streufunde aufgesammelt werden: Ampass wie der Sonnenbühel sind als vorrömischer und römischer Siedlungsraum gesichert. Es handelt sich um Kleinfunde aus Bronze und Gold, teils Spätlatènezeit, teils frühe und mittlere Kaiserzeit, darunter Fibeln.[3]

Die Bauern – Seppeler (Römerstraße 4), Schöberl (Römerstraße 5), Peterer (Römerstraße 7) und der Hof Römerstraße 6 – sind als charakteristische Einhöfe im Tiroler Kulturkataster vermerkt, ebenso der Marienbrunnen und der Dorfbrunnen.

Der eigentliche Adressbereich Agenbachsiedlung umfasst gut 30 Häuser und entstand in den 1970ern.

Nachweise

  1. Heimo Schier: Beitrag zur Quartärgeologie des Inntales zwischen Aldrans und Ampass. In: Geo.Alp, Vol. 9, 2012, insb. Abbildung 2: Seitenmoräne nördlich der Agenbachsiedlung der Gemeinde Ampass., S. 76 (ganzer Artikel S. 74–81, pdf, uibk.ac.at, dort S. 3).
  2. Dritte Landesaufnahme 1864/1887, Layer in TIRIS: Historische Kartenwerke Tirol; Luftbildaufnahme Innsbruck 1940
  3. Dorothea Mair: Grenzgebiet und Zentrum: Eine Zusammenschau ausgewählter Funde von der römischen Kaiserzeit bis in das frühe Mittelalter sowie Auszüge aus den Grabungen am Widumfeld der Jahre 1999 und 2000. Fundtopographie KG Ampass (Online-Artikel auf uibk.ac.at); zum Artikel Grenzgebiet und Zentrum: Funde von der römischen Kaiserzeit bis in das frühe Mittelalter. In: Gerald Grabherr, Barbara Kainrath (Hg.): Archäologische Topographie der Siedlungskammer Ampass (= Innsbrucker klassisch-archäologische Universitätsschriften 4), Innsbruck 2009, S. 245–500.