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vom 08.04.2017, aktuelle Version,

Albert Schweitzer – Anatomie eines Heiligen

Filmdaten
Deutscher Titel Albert Schweitzer – Anatomie eines Heiligen
Originaltitel Albert Schweitzer – Anatomie eines Heiligen
Produktionsland Österreich, Deutschland, Frankreich
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2010
Länge 87 Minuten
Stab
Regie Georg Misch
Drehbuch Georg Misch, Wiebke Hummel, Susanne Thams
Produktion Mischief Films, NFP neue film produktion, SEPPIA, Ralph Wieser, Alexander Thies, Cedric Bonin (Produzenten), Peter Janecek, David Dohun, Tobias Weishaupt (Produktionsleitung)
Musik Jim Howard
Kamera Joerg Burger
Schnitt Marek Kralovsky
Besetzung

Albert Schweitzer – Anatomie eines Heiligen ist ein österreichischer Dokumentarfilm des Regisseurs Georg Misch. Der Film zeigt die Person hinter dem öffentlichen Image des als Heiligen verehrten Albert Schweitzer (1875–1965), abseits des Bildes des „großartigsten Mannes der Welt“, welches die Medien in den Köpfen verankert haben.

Handlung

Im Jahr 1949 halten sich Albert Schweitzer und seine Frau Helene in New York auf, um Spenden für ihr Krankenhaus in Lambaréné (Westafrika) zu sammeln. Dieses Krankenhaus zählt zu Schweitzers Lebenswerken. Er hält diverse Vorträge und gibt Orgelkonzerte, um das Projekt finanzieren zu können. Schweitzer wird in New York als berühmter Arzt gefeiert und zu vielen Anlässen eingeladen. Die Bitte seines Freundes Albert Einstein, sich gemeinsam mit ihm und Robert Oppenheimer öffentlich gegen Atombombentests auszusprechen, verändert diese Lage schlagartig, denn den US-Behörden sind diese Äußerungen ein Dorn im Auge. So wird er von da an heimlich beschattet, und es wird sogar in Erwägung gezogen, gegen Schweitzer vorzugehen.[1] Es folgt eine „Schmutzkampagne“, die unter Führung der CIA während der McCarthy Zeit gegen Schweitzer geführt wurde und ihn wegen seiner Ablehnung von Nuklearwaffen als Kommunisten darstellen wollte.

Synopsis

Albert Schweitzer kann als moderner Heiliger des 20. Jahrhunderts bezeichnet werden. Er gilt als Sinnbild des Dschungelarztes, rettete Menschenleben in Afrika, gewann den Friedensnobelpreis und begründete das Konzept der „Ehrfurcht vor dem Leben“.[1] Er war ein universales Genie, ein großartiger Theologe, Philosoph, Musiker, Arzt und Entwicklungshelfer, einer der Vorläufer der Umweltschutzbewegung sowie vehementer Gegner von Nuklearwaffen.[2]

Der Film zeigt die Person hinter dem öffentlichen Image des Heiligen. Offenbart wird die Geschichte des schlechten Schülers, der sich in ein Genie verwandelte und die Einflüsse, die seine zwei Leidenschaften, die Natur und die Musik von J. S. Bach, auf seine Handlungen und sein Denken ausübten. Auch die Stimmen gegen Schweitzer kommen zu Wort, so beispielsweise die Neubewertung seiner Entwicklungsarbeit, die mittlerweile stark in Frage gestellt wird.

Durch die Offenlegung all dieser Themen wird versucht, Albert Schweitzers Bedeutung in der heutigen Welt zu definieren. Das Ziel des Filmes ist es, die Relevanz seines Konzeptes der „Ehrfurcht vor dem Leben“ zu verdeutlichen, die in einer Zeit der globalen Erwärmung und permanenter blutiger Konflikte aktueller ist als je zuvor.

Festivals

  • Biarritz Fipatel
  • 2011: Al Jazeera, Doha (Documentary Festival)[3]

Einzelnachweise

  1. 1 2 Thilo Wydra: Legende bekommt Kratzer auf tagesspiegel.de, abgerufen am 14. Mai 2013.
  2. Albert Schweitzer – Anatomie eines Heiligen auf matthias-film.de, abgerufen am 14. Mai 2013.
  3. Albert Schweitzer – Anatomie eines Heiligen (Memento vom 13. April 2014 im Internet Archive) auf kloosundco.de, abgerufen am 14. Mai 2013.