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vom 03.09.2016, aktuelle Version,

Albert von Memerty

Albert Alexander von Memerty (* 8. Dezember 1814 in Damsdorf, Kreis Bütow in Hinterpommern; † 24. Januar 1896 in Wiesbaden) königlich-preußischer Generalleutnant.

Leben

Memerty trat am 8. März 1832 beim Infanterie-Regiment Nr. 4 in die preußische Armee ein und wurde nacheinander am 18. April 1835 zum Leutnant, 1852 zum Hauptmann und 1859 zum Major im 13. Westfälischen Reserve-Regiment (später Infanterie-Regiment Nr. 53) ernannt. Im Krieg gegen Dänemark 1864 erfolgte sein erster Fronteinsatz, er nahm an der Erstürmung der Düppeler Schanzen und beim Übergang nach Alsen teil. Kurz vor dem Ausbruch des Krieges von 1866 gegen Österreich wurde Memerty Oberst und Kommandeur des ostpreußischen Grenadier-Regiment Nr. 5. Er führte dieses Regiment am 27. Juni 1866 im Rahmen des I. Armee-Korps während der Schlacht bei Trautenau.

Zu Beginn des Deutsch-Französischen Krieges wurde er zum Generalmajor befördert und übernahm am 18. Juli 1870 die Führung der die 3. Infanterie-Brigade (Regimenter Nr. 4 und 44), die als Teil der 2. Division (Generalmajor von Pritzelwitz) im Rahmen der 1. Armee an der Einschließung von Metz teilnahm. Am 14. August kam es zur ersten großen Bewährungsprobe seiner Truppen in der Schlacht von Colombey-Nouilly, dann am 31. August und 1. September in der Schlacht von Noiseville. Nach dem Fall von Metz konnte er aus gesundheitlichen Gründen nicht an der ersten Phase des Feldzuges der im Norden Frankreichs teilnehmen. Anfang Januar 1871 führte er dann eine Kombinierte Division im Rahmen der 1. Armee. Während des Gefechts von Tertry-Poeuilly am 18. Januar 1871 wurde er schwer verwundet. Memerty wurde für seine Leistungen mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse verliehen und dem Pour le Mérite ausgezeichnet. Am 3. Juni 1871 gab er die Führung seiner 3. Brigade aus gesundheitlichen Gründen ab. Am 2. November 1871 wurde er zum Stadtkommandanten von Danzig. Nach seiner am 14. August 1875 bewilligten Beförderung zum Generalleutnant trat er in den Ruhestand. General von Memerty starb 1896 in Wiesbaden.

Literatur