unbekannter Gast
vom 16.06.2017, aktuelle Version,

Aleksandar Dragović

Aleksandar Dragović

Aleksandar Dragović, 2016

Spielerinformationen
Geburtstag 6. März 1991
Geburtsort Wien, Österreich
Größe 184 cm
Position Innenverteidigung
Junioren
Jahre Station
1997–2007 FK Austria Wien
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2008–2011
2008
2011–2013
2013–2016
2016–
FK Austria Wien
FK Austria Wien Amateure
FC Basel
Dynamo Kiew
Bayer 04 Leverkusen
67 (1)
8 (2)
77 (4)
66 (0)
19 (0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2

2007–2008
2008–2009
2009–
Österreich U-16
Österreich U-17
Österreich U-19
Österreich
1 (0)
11 (2)
6 (2)
57 (1)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2016/17

2 Stand: 11. Juni 2017

Aleksandar Dragović (* 6. März 1991 in Wien) ist ein österreichischer Fußballspieler. Der Innenverteidiger steht seit der Saison 2016/17 beim deutschen Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen unter Vertrag.

Vereinskarriere

Aleksandar Dragović am Ball für Austria Wien

Dragović hatte seine Karriere in der Jugendabteilung von FK Austria Wien begonnen, bevor er 2008 erst in die zweite und im Verlauf desselben Jahres in die erste Mannschaft aufgenommen wurde. Er war U-17-Nationalspieler und zu Beginn der Saison 2008/09 Stammspieler, des Weiteren gewann er 2009 den österreichischen Pokal.

Im Februar 2011 wechselte Dragović zum FC Basel.[1] Sein Debüt gab er am 12. Februar 2011 beim 3:0-Heimsieg gegen den FC St. Gallen. Am Ende der Saison 2010/11 wurde er mit dem FC Basel Schweizer Meister.[2][3] Er spielte mit seinem neuen Verein im Uhrencup und gewann das Turnier. Sein erstes Tor in der Schweizer Fussballmeisterschaft erzielte er mit dem Treffer zum 1:0 beim 3:0-Heimsieg gegen Servette FC Genève am 1. Oktober 2011.[4] Am Ende der Saison 2011/12 gewann er erneut den Meistertitel und mit dem Turniersieg im Schweizer Cup auch das Double.

Am Ende der Saison 2012/13 wurde Dragović mit dem FC Basel zum dritten Mal Schweizer Meister[5] und stand mit der Mannschaft im Cupfinal, das sie im Penaltyschiessen verloren.[6] In der UEFA Europa League 2012/13 kam Dragović mit dem FC Basel ins Halbfinale und schied dort gegen den damaligen amtierenden Champions-League- und späteren Turniersieger FC Chelsea aus.[7]

Am 26. Juli 2013 unterschrieb Dragović einen Fünfjahresvertrag bei Dynamo Kiew.[8] In seiner ersten Saison wurde er mit Dynamo Kiew ukrainischer Pokalsieger 2013/14. In der folgenden Saison spielte er mit dem Verein in der Gruppenphase der Champions League, wurde ukrainischer Meister und Pokalsieger. In der Saison 2015/16 erreichte er mit Dynamo Kiew das Achtelfinale der Champions League und wiederholte den Meisterschaftsgewinn.[9] Im Juli 2016 – kurz vor seinem Wechsel nach Leverkusen – gewann er gegen Schachtar Donezk den ukrainischen Supercup 2016.

Am 23. August 2016 wechselte er zum deutschen Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen und erhielt dort einen bis Ende Juni 2021 laufenden Vertrag.[10]

Nationalmannschaftskarriere

Dragović bei einem Länderspiel gegen Island (2014)

Dragović sammelte unter anderem in der österreichischen U-16- (ein Spiel), der U-17- (elf Spiele, zwei Tore) und U-19-Auswahl (sechs Spiele, zwei Tore) Erfahrungen. In seiner ersten Saison als Stammspieler von Austria Wien wurde er in den Kader der A-Nationalmannschaft für das Qualifikationsspiel zur WM 2010 gegen Rumänien einberufen, konnte aber nicht auflaufen, da er sich im Training vor dem Spiel an der Nase verletzt hatte. Für das Qualifikationsspiel gegen Serbien am 6. Juni 2009 wurde er unter ÖFB-Teamchef Dietmar Constantini erneut nominiert. Bei diesem Spiel absolvierte er sein Team-Debüt, wobei er von Beginn an zum Einsatz kam. Sein erstes Tor für die Nationalmannschaft erzielte er am 18. November 2014 bei der 1:2-Heimniederlage gegen Brasilien per Elfmeter.

Für die EM 2016 in Frankreich wurde er in das Aufgebot Österreichs aufgenommen. Im ersten Spiel gegen Ungarn (0:2) stand er in der Startelf und wurde in der 66. Minute nach wiederholtem Foulspiel mit der Gelb-Roten Karte des Feldes verwiesen.[11] Nach einem Spiel Sperre wurde er im dritten Spiel wieder in der Startformation aufgeboten. Österreich verlor dieses und schied mit nur einem erreichten Punkt nach der Vorrunde als Gruppenletzter aus dem Turnier.

Leben

Dragovićs Eltern stammen aus Grocka, einem Vorstadtbezirk Belgrads.[12]

Im Frühjahr 2012 geriet er nach einer humorvoll gemeinten Tätschelei auf den Kopf des Schweizer Bundesrates Ueli Maurer in die öffentliche Kritik.[13] Nachdem er während der Meisterfeier noch gesagt hatte, dass es ihm „sehr schwer falle“, sich zu entschuldigen und jeder innerlich wisse, dass es „sehr, sehr Spass gemacht“ habe, entschuldigte er sich am 25. Mai persönlich bei Maurer in Bern.[14][15][16]

Titel und Erfolge

FK Austria Wien

FC Basel

Dynamo Kiew

Persönlich

  Commons: Aleksandar Dragović  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Aleksandar Dragovic kommt zum FCB. FC Basel Internetseite. 2011. Abgerufen am 30. Jänner 2011.
  2. FC Basel ist Schweizer Meister. fussball.ch. 25. Mai 2011. Abgerufen am 25. Mai 2011.
  3. FC Basel ist Schweizer Meister. fussball.ch. 25. Mai 2011. Abgerufen am 25. Mai 2011.
  4. Dominik Weber: Souveräner FC Basel schlägt Servette Genf mit 3:0. FC Basel Internetseite. 2011. Abgerufen am 1. Oktober 2011.
  5. Michael Schifferle: Saisonrückblick: Schweiz. Eufa. 2013. Abgerufen am 10. Juni 2013.
  6. SFV: Telegramm Schweizer Cup Final. Schweizerischer Fussballverband. 2013. Abgerufen am 20. Mai 2013.
  7. Michael Schifferle: Das Wunder für Basel bleibt aus. Eufa. 2013. Abgerufen am 3. Mai 2013.
  8. Dragovic: „Habe nächsten Schritt gemacht“, kurier.at, abgerufen am 26. Juli 2013
  9. Dragovic spricht über seine Highlights 2015, laola.at, Abgerufen Dezember 2015
  10. Bayer 04 verpflichtet Nationalspieler Dragovic aus Kiew; bayer04.de, veröffentlicht und abgerufen am 23. August 2016
  11. Spielbericht auf kicker.de, abgerufen am 14. Juni 2016
  12. Dragović: FSS me nije zvao, teška srca sam prihvatio poziv Austrije. In: Blic.rs. 21. November 2015, abgerufen am 11. Mai 2016 (sr-sp).
  13. Dragovic ärgert Ueli Maurer, youtube.com, Videodatei, Länge 0:16 Minuten, vom 16. Mai 2012, abgerufen am 15. Juni 2016
  14. Negativ-Schlagzeilen um ÖFB-Verteidiger Dragovic (21. Mai 2012)
  15. Fall Dragovic eskaliert zur Staatsaffäre (24. Mai 2012)
  16. Hier entschuldigt sich Dragovic (25. Mai 2012)