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vom 02.03.2017, aktuelle Version,

Alexander Kukelka

Alexander Kukelka (* 7. Dezember 1963 in Klement, Niederösterreich[1]) ist ein österreichischer Komponist, Dirigent und Pianist. Seit April 2014 ist er Präsident des Österreichischen Komponistenbundes (ÖKB).[2][3]

Leben

Alexander Kukelka ist der Sohn des Restaurators für alte Musikinstrumente, Peter Kukelka (* 1934), der von 1972 bis 1994 an der Wiener Musikhochschule historische Instrumentenkunde und Instrumentenbau lehrte und der ihn während der Schulzeit musikalisch förderte.[4] Von 1979 bis 1987 studierte er bei Roland Batik am Konservatorium Wien Jazzklavier, außerdem Cembalo bei Marina Mauriello. Ab 1982 studierte er an der Wiener Musikhochschule bei Kurt Schwertsik Komposition und bei Uroš Lajovic Dirigieren. Von 1987 bis 1990 spielte er im Orchester der Vereinigten Bühnen Wien Klavier. Seit 1990 ist er als freischaffender Komponist, Arrangeur, Pianist und Kapellmeister in Wien tätig.[1][5][4]

Kukelka ist mit der Dramaturgin Kathrin Kukelka-Lebisch verheiratet und hat eine Tochter (* 2004).[4] Mit Kathrin Kukelka-Lebisch und dem Librettisten Walter Leitner gründete er 1999 den Verein Neues Wiener MusikTheater.

Seit 2002 doziert Kukelka an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien das Fach Musik im Film – Filmmusik – Musikfilm.[5] Ab 2008 war er Vizepräsident und Vorsitzender der Fachgruppe Film- & Medienmusik des Österreichischen Komponistenbundes (ÖKB).[6] Im April 2014 wurde er zum Präsidenten des ÖKB gewählt.[3] Seit 2009 ist er Mitglied der Federation of Film and Audiovisual Composers in Europe (FFACE).[6]

Kukelka komponierte neben Filmmusiken und Opern auch Bühnenmusiken, vor allem zu Stücken von Johann Nestroy, sowie Instrumentalwerke.

Werke (Auswahl)

Filmmusik
  • 1994: Im Zeichen der Liebe
  • 1995: Das Zehnte Jahr
  • 1996: Der Kunst ihre Freiheit (Imagefilm)
  • 2008: Falscher Hase (Kurzspielfilm)
  • 2009: Paradeisiana (Kurzspielfilm)
  • 2010: Janek (Kurzspielfilm)
  • 2013: Paganini - The Devil´s Violinist (Music Supervisor)
  • 2016: Taaoras Lied
  • Musik zur ORF-Dokumentation Universum:
    • 2001: Salt - Tears of the Earth - Durch die Salz-Länder der Erde
    • 2004: Ants - Ameisen - Die heimliche Macht
    • 2004: Hallstatt - Ein Leben zwischen Fels und See
    • 2007: Zugspitze - Berg der Gegensätze
    • 2011: Die geheime der Welt der Termiten
Oper/Musiktheater
  • 1999: chet - ein jazzmusiktheater
  • 2000: Nestroy 2001
  • 2002: Bill oder Die 7 Aspekte der Armut
  • 2004: Die Reise nach Alt-Mamajestie oder Der beste Witz ist Czernowitz
  • 2005: Erlangen - Musiktheater nach einem Schauspiel von Alfred Kantorowicz
  • 2007: Onyx Hotel (Libretto David Gieselmann, Uraufführung am Theater Erlangen)
  • 2010: 4 Gossip Operas - Ein Musiktheater nach vier Kurzmeldungen der Klatsch- und Tratschpresse
  • 2011: Donnas Traum – Ein gieriges Musiktheater
  • 2013: Das Wasser des Lebens
Musical
  • 1989: Farm der Tiere
Bühnenmusik
  • 1988: Der Talisman
  • 1988: Woyzek
  • 1989: Liebesgeschichten und Heiratssachen (1. Fassung)
  • 1990: Wiener Totentanz
  • 1991: Amiwiesen
  • 1992: Der Färber und sein Zwillingsbruder
  • 1993: Lila
  • 1994: Romeo und Julia
  • 1994: Lumpazivagabundus
  • 1995: Kreuze am Horizont
  • 1995: Österreich Macht Frei 1000 Jahre Arbeitsamt
  • 1996: Adieu Marie
  • 1996: Liebesgeschichten und Heiratssachen (2. Fassung)
  • 1996: Schwarze Haut
  • 1997: Frühere Verhältnisse
  • 1997: Häuptling Abendwind
  • 1997: Ich bin das Volk
  • 1998: Ursel
  • 1998: Hans im Glück und Pechmarie
  • 1998: Top Dogs
  • 1999: Elisabetta
  • 2000: Mausi und Klausi
  • 2001: Nestroy - Der Erste Wiener Theaterpreis 2001
  • 2003: Die Meuterer von der Bounty
  • 2003: Sprachspiele von Nestroy bis Jelinek - 1. Teil: Gute Menschen - Schlechte Leut
  • 2003: Sprachspiele von Nestroy bis Jelinek - 2. Teil: Unter - Vier - Augen - Blicke
  • 2003: Sprachspiele von Nestroy bis Jelinek - 3. Teil: Über allen Kipfeln ist Ruh
  • 2006: Tod in Venedig
  • 2008: Der Zauberberg
Vokalmusik
  • 1997: Ich kann den Strand nicht mehr erreichen
  • 2007: Eine kleine Theatersuite mit Gesang
  • 2008: Vier Böse Kinderlieder
  • 2010: Werdet Vorübergehende
  • 2013: gaunz niachtan bin nua i
  • 2015: Trau noch dem Frühling nicht
  • 2016: Hoketus für Gesualdo
Instrumentalmusik
  • 1990: Streichquintett
  • 1993: Orchestrion
  • 2004: Czernowitzer Skizzen
  • 2005: Abschied von Wien
  • 2006: Bukowina Tänze
  • 1990: Ständchen
  • 2011: Konzert für Schrammelquartett und Streichorchester
  • 2016: Capriccio für Fagottquartett[7]

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 Uwe Harten: Alexander Kukelka. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 3, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2004, ISBN 3-7001-3045-7.
  2. Österreichischer Komponistenbund - Präsidenten und Ehrenmitglieder. Abgerufen am 12. September 2015.
  3. 1 2 mica.at: Alexander Kukelka neuer Präsident des ÖKB. Artikel vom 10. April 2014, abgerufen am 12. September 2015.
  4. 1 2 3 Alexander Kukelka auf club-carriere.com. Abgerufen am 12. September 2015.
  5. 1 2 Neues Musiktheater Wien: Über uns. Abgerufen am 12. September 2015.
  6. 1 2 Alexander Kukelka - Lebenslauf auf der Website des Forum Alpach. Abgerufen am 12. September 2015.
  7. Werkliste von Alexander Kukelka. Abgerufen am 12. September 2015.