unbekannter Gast
vom 26.10.2016, aktuelle Version,

Alexander Supan

Alexander Supan (* 3. März 1847 in Innichen, Tirol; † 7. Juli 1920 in Breslau) war ein österreichischer Geograph.

Leben

Nach Studien in Graz und Wien wurde Supan 1871 Lehrer an der Realschule in Laibach. Er begab sich 1875 bis 1877 noch einmal zur speziellen Vorbereitung auf das akademische Lehrfach nach Graz, Halle (Saale) und Leipzig. 1877 arbeitete Supan als Lehrer am k.k. I. Staatsgymnasium Czernowitz sowie als Privatdozent an der Franz-Josephs-Universität. Sie ernannte ihn 1884 zum Professor für Geographie.[1] Im selben Jahr übernahm er zusätzlich die Herausgabe von Petermanns Geographischen Mitteilungen, für die er 1885 die nützlichen geographischen Literaturberichte begründete. Seine Funktion als Herausgeber übte er 25 Jahre lang aus. 1909 wechselte er an die Schlesische Friedrich-Wilhelms-Universität, an der er bis 1916 Professor für Geographie war.

1886 wurde er zum Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt.[2] Im Jahr 1904 erhielt er die Cothenius-Medaille der Leopoldina.

Werke

Schriften

  • Lehrbuch der Geographie für österreichische Mittelschulen. Laibach 1874.
  • Statistik der untern Luftströmungen. Leipzig 1881.
  • Grundzüge der physischen Erdkunde. Leipzig 1884.
  • Archiv für Wirtschaftsgeographie. (Tl. 1: Nordamerika 1880–1885).
  • Die Verteilung des Niederschlags auf der festen Erdoberfläche. Gotha 1898.
  • Territoriale Entwicklung der europäischen Kolonien : mit einem kolonialgeschichtlichen Atlas von 12 Karten und 40 Kärtchen im Text. Gotha 1906.
  • Deutsche Schulgeographie. Gotha 1910
  • Leitlinien der allgemeinen politischen Geographie. Leipzig 1918
  • Prof. Dr. A. Supans deutsche Schulgeographie. Gotha 1925–1936 (2 Tl.)

Literatur

  Wikisource: Alexander Supan  – Quellen und Volltexte
  Commons: Alexander Georg Supan  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Nachruf in der Monthly Weather Review, Oktober 1920 (PDF; 275 kB)
  2. Mitgliedseintrag von Alexander Supan bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 22. Juni 2016.