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vom 24.02.2018, aktuelle Version,

Alfred Adler (Architekt)

Alfred Adler (* 20. April 1894 in Wien; † vermutlich in Tel Aviv nach 1938)[1] war ein österreichischer Architekt. Über sein Leben und seinen Werdegang ist nur wenig bekannt.

Biographie

Alfred Adler war jüdischer Herkunft und studierte nach Abschluss der Realschule in Wien 3 von 1912 bis 1921 mit kriegsbedingter Unterbrechung Architektur an der Technischen Hochschule Wien. 1928/29 war er an dieser für die Eignungsprüfung zum Ziviltechniker als außerordentlicher Hörer für Volkswirtschaftskunde gemeldet.

Von 1932 bis 1938 war er als freier Architekt in einer Arbeitsgemeinschaft mit Martin Johann Schmid tätig. Beide richteten eine Reihe von Lokalen und Wohnungen ein, die im Kontext der so genannten „Wiener Wohnraumkultur“ zu sehen sind,[2] zusätzlich waren sie am Assanierungsprojekt der Wiener Stadtregierung des Ständestaates beteiligt.

1938 verliert sich die Spur von Alfred Adler.

Werke

  • Vorstadtvillen, Wien 23 (Mauer), in Zusammenarbeit mit Martin Johann Schmid
  • Volkswohnhaus für die Gemeinde Wien, Wien 14, Neubeckgasse 4 (1928)[3]
  • Volkswohnhaus für die Gemeinde Wien 14, Redtenbachergasse 40-44 (1930/31)
  • Innenraumgestaltung / Design: Kaffee Mirabell (um 1933), in Zusammenarbeit mit Martin Johann Schmid
  • Innenraumgestaltung / Design: Eden-Bar, Wien 1, Liliengasse 2 (um 1933), in Zusammenarbeit mit Martin Johann Schmid[4]
  • Villa Schmid, XXIII., Weixelbergergasse 3 (1936), in Zusammenarbeit mit Martin Johann Schmid
  • Anbau eines Nachbargebäudes zum Geßner'schen "Papageno-Haus", IV., Operngasse 28 (1936/37), in Zusammenarbeit mit Martin Johann Schmid

Literatur

  • Helmut Weihsmann: Alfred Adler. In: ders.: In Wien erbaut. Lexikon der Wiener Architekten des 20. Jahrhunderts. Promedia, Wien 2005, ISBN 3-85371-234-7. S. 14

Einzelnachweise

  1. Alfred Adler (Architekt) im Weblexikon der Wiener Sozialdemokratie
  2. Martin Johann Schmid. In: Architektenlexikon Wien 1770–1945. Herausgegeben vom Architekturzentrum Wien. Wien 2007.
  3. Penzing im Weblexikon der Wiener Sozialdemokratie
  4. Wiener Geschichtsblätter, Bände 60-61, Verein für Geschichte der Stadt Wien, Wien 2006, S. 69