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vom 14.10.2017, aktuelle Version,

Alfred Huber (Komponist)

Alfred Huber (* 1962 in Linz) ist ein österreichischer Komponist, der sich auch als Festspielleiter durch die Vernetzung von Neuer Musik und Neurokognitionsforschung etabliert hat.

Leben

Alfred Huber studierte zunächst von 1981 bis 1987 Medizin an der Universität Wien. Parallel zur Ausbildung zum Neurochirurgen an der Landesnervenklinik Oberösterreich nahm er von 1990 bis 1992 Tonsatz- und Kompositionsstudien bei Gunter Waldek am Brucknerkonservatorium Linz. Von 1992 bis 2000 absolvierte er ein Kompositionsstudium bei Herbert Willi am Landeskonservatorium in Feldkirch. Seine Werke wurden durch die Radiostationen Radio ORF, RAI, Bayern 4 Klassik und SWR 2 ausgestrahlt.

Im Jahr 2009 gründete er das Festival „Emotion and meaning in music“, das 2009 in Kempten im Allgäu, 2010 in Feldkirch/Vorarlberg stattfand, und bei dem Eckart Altenmüller, Stefan Koelsch und John Sloboda als Dozenten gastierten. Im Zentrum des Festivals steht die Frage, welche neurokognitiven Vorgänge sich bei der Wahrnehmung speziell zeitgenössischer Musik ereignen, mit dem Ziel einer Vernetzung von Kunst und Wissenschaft.

Werke

Die Werkliste von Alfred Huber umfasst sinfonische Werke ebenso wie Kammermusik und Werke für Tanz- und Musiktheater. Seine Werke wurden u.a. im Wiener Musikvereinssaal, bei den Europäischen Wochen Passau, beim Kuhmo Chamber Festival, bei den Enoarmonie Cividale, in Ljubljana, Florenz und Bregenz sowie in den USA aufgeführt. Zusammenarbeit mit Alexej Kornienko, Elena Denissova, Philippe Entremont, James Judd, Alisja Mounk, Vladimir Mendelssohn, Andrea Rucli, Ulrike-Anima Mathé, Othmar Müller, Gerlinde Illich, Catherine Dubosc, Niek de Groot, Katharina Gross, Dan Zhu, Artis-Quartett, Enesco Quartett Paris, Slowind Ljubljana, Voces Quartett Rumänien, Camerataquartett Vorarlberg und dem Wiener Concertverein. Vychod...Lichter zeigen an den Tag, Op.21 entstand als Auftragskomposition der Europäischen Wochen Passau 2012.

Werkliste

Kammermusik

  • 4 Stücke für Violine solo nach Texten von Ingeborg Bachmann Op.1
  • „Notte e giorno faticar“ Streichquartettsatz Op.2
  • 2 Chorstücke für 4-stimmigen Chor zur Texten von Ingeborg Bachmann und Salvatore Quasimodo Op.3
  • Blechbläserquintett Op.4
  • Hommage a Bartók, 2 Klavierstücke Op.5
  • Holzbläserquintett Op.6
  • Eine Nachtmusik für Streichquintett und Sopran nach Texten von Pablo Neruda Op.10
  • 4 Lieder für Sopran und Klavier nach Texten von Francois Villon in der Nachdichtung von Paul Zech Op.12
  • Intermède Sonate für Viola und Klavier Op.13
  • 2. Streichquartett Op.14
  • Cognition I, Klavierquintett Op.17
  • Krieg und Frieden, Duo für Violine und Kontrabass Op.18
  • Cognition II, Sextett für Holzbläserquintett und Klavier Op.19
  • Impossibile, Sonate für Violoncello und Klavier Op.20
  • Enigma II, Studie für Orgel, Violine und Percussion, Op.24
  • Contrattempo, Fantasie für Violine und Orgel, Op.25
  • Dioskouroi I, Op.26a, Streichsextettfassung des Op.26

Orchesterwerke

  • Miserere für Trompete und Kammerorchester Op.7
  • Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer, Konzert für Orchester Op.8
  • Primus inter pares für Viola und Kammerorchester Op.15
  • Vychod...Lichter zeigen an den Tag für Symphonieorchester, Chor und Solisten Op.21
  • Enigma I, Konzert für Violine und Kammerorchester, Op.23
  • Dioskouroi, Konzert für Klavier und Streichorchester, Op.26

Tanztheater

  • Empfänger verzogen, Suite für Klarinette, Marimba und Schlagzeug Op.16
  • www.alfredhuber.eu
  • Interview mit Alfred Huber in der Süddeutschen Zeitung, 14. Oktober 2009