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vom 01.09.2016, aktuelle Version,

Alfred Pöll

Alfred Pöll (* 27. März 1867 in Oberndorf bei Salzburg; † 8. September 1929 in Gmunden) war ein österreichischer Maler und Arzt.

Leben und Wirken

Der Sohn eines Arztes absolvierte von 1884 bis 1888 Medizin an der Universität Innsbruck. 1886 wurde er Mitglied des Corps Gothia Innsbruck.[1] Anschließend verbrachte er ein Jahr an der Münchner Kunstakademie bei Wilhelm Velten, einem Pferde- und Soldatenmaler des Münchner Kreises.

Er ließ sich 1896 in Linz nieder und arbeitete ab 1893 im Linzer Allgemeinen Krankenhaus und praktizierte ab 1899 als Frauenarzt.

Als Künstler hinterließ er ein beachtliches Werk. Er war zunächst Mitglied des Oberösterreichischen Kunstvereins und 1913 Mitbegründer und Vorsitzender der Künstlervereinigung Der Ring sowie Mitbegründer und 1921 kurzzeitig Vorsitzender der Künstlervereinigung MAERZ in Linz. Als Mitglied der Wiener Secession (ab 1913) war er auch international bekannt.[2] 1917 stellte er in Linz dem Künstler Matthias May ein Atelier zur Verfügung.

Werke

Pöll schuf großflächige Landschaften mit dekorativer Wirkung als Ausdruck sicherer Naturbeobachtung in kraftvollen Farben. Erst in seinen letzten Jahren entstanden auch Stillleben.

Ausstellungen

Als Mitglied der Wiener Künstlervereinigung Secession stellte er ab 1912 dort regelmäßig aus.

  • Große Kollektivausstellung im Volksgartensalon in Linz mit 136 Werken (1928)

Auszeichnungen

  • Silberne Staatsmedaille (1908) anlässlich einer Ausstellung im Salzburger Künstlerhaus
  • Silberne Staatsmedaille (1909) anlässlich einer Ausstellung in Klagenfurt
  • Goldener Staatspreis (1925) anlässlich der 83. Ausstellung der Secession in Wien

Einzelnachweise

  1. Kösener Corpslisten 1930, 79, 70
  2. Alfred Poell, in: Webpräsenz der Bibliothek der Provinz