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vom 14.01.2019, aktuelle Version,

Alois Gölles

Alois Gölles (* 29. März 1960 in Feldbach) ist ein österreichischer Destillateur und Essigerzeuger in Riegersburg/Steiermark.

Alois Gölles

Leben

Nach dem Erwerb von Kenntnissen in der Genussmittelerzeugung durch eine Ausbildung an der Höheren Bundeslehranstalt für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg, begann Gölles im Jahr 1979 mit der Veredelung von Obst, vorwiegend aus den eigenen Gärten. Das Obstgut der Familie Gölles besaß seit Generationen das Recht zum Betreiben einer Abfindungsbrennerei. 1979 wurde dieses von ihm wiederbelebt und er legte damit der Grundstein für das Unternehmen. Im Jahre 1984 begann er der Erzeugung von Frucht-Essigen. 1996 wurde eine Manufaktur zur Erzeugung von Essigen, die direkt aus der namensgebenden Frucht gewonnen werden, errichtet.[1] 1999 wurde die Manufaktur um einen Lagerkeller erweitert, der mittlerweile über 1200 gebrauchte Eichenfässer fasst. Damit steht in Stang bei Riegersburg einer der größten Barriquekeller Österreichs.[2]

Innovationen

Seit den frühen 1980er Jahren beschäftigte Alois Gölles sich mit der Lagerung von Obstbränden in Eichenfässern. Entgegen den damaligen Gepflogenheiten begann er, den Apfel nicht nach Calvadosart aus dem Most, sondern aus der Fruchtmaische zu destillieren beziehungsweise die Zwetschge nicht nach Sliwowitzart, sondern nach einem eigenen Reifeverfahren auszubauen.

Im Jahr 1984 entwickelte er einen Balsamapfelessig-Apfelmost. Darüber hinaus wird in seinem Unternehmen Balsam-Weinessig aus Trockenbeerenauslese, Balsam-Birnenessig und Weißer Balsam-Essig hergestellt.

Im Jahr 2003 wurde erstmals ein Tomatenessig aus Fleischtomaten vergoren, der bei Gerichten wie Tomatensalat, Tomate mit Mozzarella und Basilikum oder Letschogemüse verwendet werden kann.

Steirischer Lucullus

Der von Alois Gölles im Jahr 2001 gestiftete „Steirische Lucullus“ war Österreichs erster Kulinarikpreis und damals mit ATS 100.000 (danach € 7.500) der mit Abstand am höchsten dotierteste Preis.[3] Er wurde im Jahr 2006 letztmals vergeben.

Gläserne Fabrik

Manufaktur Gölles

Seit 1993 haben Kunden die Möglichkeit, die Herstellung zu beobachten. Im Jahr 2013 verzeichnete die Schnapsbrennerei rund 20.000 Besucher.[4]

Auszeichnungen

  • 1986–2013: Auszeichnungen und Medaillen bei internationalen Prämierungen und Verkostungen
  • 2011: Schnapsbrenner des Jahres (Vinaria Magazin)[5]
  • 2012: Top of Styria in der Kategorie „Lebenswerk“; Wirtschaftskammer Steiermark[6]
  • 2017 Schnaps des Jahres bei Vinaria: Saubirne
  • 2018 Best Austrian London Dry Gin - World Gin Awards
  • 2018 Schnaps des Jahres bei Vinaria: alte Herzkirsche

Publikationen

  • Alois Gölles: Das neue Essigbrevier – Ein Handbuch für mehr Genuss mit edelsaurer Würze. 2008, ISBN 978-3-200-01218-9
  • Alois Gölles: Edelbrände – Erzeugung, Beurteilung, Verkostung. 1998, ISBN 978-3-7020-0820-8
  • Alois Gölles, Karl Holzapfel, Valentin Latschen, Hans Reisetbauer: Quinta Essentia – Das Buch vom Edelbrand, 2010, ISBN 978-3-200-01565-4
  • Alois Gölles, David Gölles: Gin, Bitter, Wermut - Botanicals, Herstellung, Genuss, 2018, ISBN 978-3-7020-1764-4

Literatur

Einzelnachweise

  1. Johann Lafer: Meine Heimatküche, Gräfe und Unzer, 2012, ISBN 978-3833822148, Seite 98, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  2. Essig und Schnaps – das Beste ist gerade genug einschmecker.com
  3. Lucullus 2006. Abgerufen am 12. August 2013 (PDF; 90 kB). Neues Land, August 2006
  4. Zu Gast bei den Schnapsbrennern Alois und Hertha Gölles. Archiviert vom Original am 21. Mai 2013; abgerufen am 12. August 2013.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.format.at Format, Jänner 2013
  5. Best of Schnaps 2011. (Nicht mehr online verfügbar.) Ehemals im Original; abgerufen am 12. August 2013.@1@2Vorlage:Toter Link/www.vinaria.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)   Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Vinaria, 2011
  6. Der Obst-Feinschmecker. Abgerufen am 12. August 2013. Kleine Zeitung, November 2012

www.goelles.at