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vom 10.05.2017, aktuelle Version,

Alpay Hekimler

Alpay Hekimler (* 1973 in Günzburg) ist ein türkischer Wirtschaftswissenschaftler.

Biografie

Hekimler studierte Arbeitsökonomie und Industrielle Beziehungen an der Uludağ Universität in Bursa (Türkei) und erreichte seinen Magister in Human Resource Management an der Universität Istanbul. Er wurde an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Istanbul promoviert. 2006 folgte seine Habilitation in Istanbul. Während und nach seiner Promotion hatte er Forschungsaufenthalte in Deutschland, unter anderem beim Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik in München sowie am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln.

Im Jahr 2007 wechselte Hekimler zu der neu gegründeten Namik Kemal Universität (NKU) in Tekirdag (Türkei). Dort gründete er das Sozialwissenschaftliche Institut der Universität. Zwischen 2007 und 2011 war er zugleich Direktor der Sozialwissenschaftlichen Hochschule, die an die NKU angegliedert ist, sowie Mitglied des Senats.
Im Sommer 2013 war er als Gastprofessor an der Universität Graz tätig. Heute ist er an der NKU Vorstand des Departments für Arbeitsökonomie und Industrielle Beziehungen und hat den Lehrstuhl Sozialpolitik inne.

Hekimler ist Mitglied der Südosteuropa-Gesellschaft und im Verein für Sozialpolitik sowie im Verein der Max-Planck-Stipendiaten in Köln. 2006 wurde er für den Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik vorgeschlagen. 2015 wurde Hekimler als Mitglied der IGRASS - Deutsche Sektion der Internationalen Gesellschaft für das Recht der Arbeit und der Sozialen Sicherheit aufgenommen. Seit 2016 ist er Mitglied der Grazer Juristischen Gesellschaft. Er ist weiterhin als Korrespondent für das Max-Planck Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik in München tätig.

Im Dezember 2015 wurde Hekimler vom Bundespräsidenten Heinz Fischer mit dem „Goldenen Ehrenzeichen für die Verdienste um die Republik Österreich“ ausgezeichnet.  

Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Beziehungen zwischen der EU und der Türkei, Wirtschaftsentwicklung, Sozialpolitik, Mitbestimmung und sozialer Dialog in der EU, Arbeitsmarktpolitik sowie europäisches, deutsches und türkisches Arbeits- und Sozialrecht.

Quelle