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vom 29.06.2017, aktuelle Version,

Alpla

ALPLA Werke Alwin Lehner GmbH & Co KG
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1955
Sitz Hard, Osterreich Österreich
Leitung Günther Lehner
CEO

Nicolas Lehner
CCO

Georg Früh
CFO

Mitarbeiter ca. 17.300 (2016)[1]
Umsatz 3,3 Mrd. € (2016)[1]
Branche Verpackungsmittelhersteller
Website www.alpla.com

Alpla Werke weltweit
Werk Fußach

Die ALPLA Werke Alwin Lehner GmbH & Co KG (kurz Alpla) ist ein Unternehmen mit Unternehmenshauptsitz in der österreichischen Marktgemeinde Hard, das Kunststoffverpackungen entwickelt und produziert.

Geschichte

Das Unternehmen wurde im Jahr 1955 als Alpenplastik Lehner Alwin OHG von Alwin und Helmuth Lehner gegründet und beschäftigt heute rund 17.300 Mitarbeiter (davon rund 1000 in Vorarlberg, Österreich) in 160 Produktionsstätten in 43 Ländern.[2] Geschäftsführer ist Günther Lehner.

Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Hard im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Alpla baut weltweit Fabriken in der Nähe, oder sogar in den Räumlichkeiten der Kunden (sogenannte ʺInhouse Werkeʺ), um die Transportkosten für die Hohlkörper möglichst gering zu halten. Fast die Hälfte aller weltweiten Werke von Alpla wurden direkt bei der Abfüllanlage des Kunden gebaut.

Im Jahr 1988 erhielt Alpla von der Firma Beiersdorf den Auftrag, eine komplett neuartige Verpackungslösung zu entwickeln. Die daraus resultierende erste bemusterte NIVEA-Zwei-Schicht-Flasche führte in der Folge bei Alpla zur Gründung der Abteilung Produktentwicklung, die 1994 in „Design und Entwicklung“ umbenannt wurde.[3]

Unternehmen

Gemäß dem Unternehmensleitbild und dem Anspruch der Familie Lehner auf Wahrung ihrer Privatsphäre tritt das Unternehmen nach außen hin kaum in Erscheinung. So ist es für den Endverbraucher oft nicht ersichtlich, woher die Verpackung seines Gutes kommt. Das Einzige was auf die Herkunft der Flaschen hinweist, ist ein am Verschluss oder am Boden der Flasche kaum sichtbares, rechteckiges „a“.

Alpla gilt im Bereich der Kunststoffverpackung als internationaler Technologieführer und bietet seinen Kunden Verpackungslösungen auf hohem Qualitätsniveau an. Durch die hausinterne Forschung und Entwicklung, besonders im Bereich des Extrusion Blow Molding, sowie durch die Anwendung unterschiedlicher Herstellungsverfahren ist es Alpla möglich, gezielt auf Kundenwünsche zu reagieren und diese umzusetzen.

Eine der Kernkompetenzen von Alpla ist die Systemlieferung von Kunststoffflaschen mit Verschluss, die dem Kunden die Möglichkeit bietet, alles aus einer Hand zu erhalten. Gestartet vom Design der Flasche, über die Produktion samt Formenbau bis hin zur vollautomatischen Verpackungsmaschine wird alles von Alpla selbst gemacht und erzeugt.

Um seine Kompetenzen im Bereich Recycling auszubauen, übernimmt Alpla 2011 den Mehrheitsanteil an der niederösterreichischen PET Recycling Team GmbH (PRT). Nachdem sich Alpla bereits mehrere Jahre zuvor im Rahmen eines Joint Ventures mit Coca Cola an einem mexikanischen Wiederverwertungsbetrieb beteiligt hatte, war dies das erste entsprechende Engagement in Europa. Im Jahr 2012 investierte das Unternehmen in den Bau eines weiteren PET-Recyclingwerks in Radomsko (Südpolen). 75 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter recyceln dort jährlich ca. 50.000 Tonnen PET-Flaschen. Ausgestattet ist das Werk mit zwei Sortier- und Waschlinien sowie einer Extrusionslinie. Die Jahresleistung liegt bei rund 13.500 Tonnen lebensmitteltaugliches rPET und 33.600 Tonnen Flakes (nicht lebensmitteltauglich).

Lehrlingsausbildung

Die Firma Alpla bildet seit vielen Jahren in der eigenen Lehrwerkstatt (genannt: Future Corner) Lehrlinge in 6 verschiedenen Lehrberufen aus. Jährlich beginnen 17-20 15-Jährige ihre Karriere bei ALPLA. Die Lehrzeit variiert je nach Beruf und beträgt in der Regel 3-4 Jahre. Momentan werden an den Hauptstandorten Hard und Fußach rund ~70 Lehrlinge ausgebildet.

Momentan werden folgende Lehrberufe ausgebildet

Alpla bietet den Auszubildenden viele Vorteile wie z.B. Vergünstigungen in vielen Geschäften durch eine Alpla ID-Card, gratis Bus-Jahreskarten und ein ausgeklügeltes Prämiensystem, bei dem sich die Lehrlinge bei guter Leistungen im Betrieb, sowie in der Berufsschule bis zu zwei ganze Monatsgehälter pro Jahr dazuverdienen können. Weiters belohnt das Vorarlberger Unternehmen sehr gutes Arbeiten mit Auslandspraktika an einem der über 159 Firmenstandorte auf der ganzen Welt.

Aufgrund von kaum vorhandener, praktischer Berufsausbildung in Ländern mit wichtigen Produktionsstandorten der Firma (wie z.B. Mexiko oder China), wurde die Lehrausbildung - nach österreichischem Vorbild - kurzerhand kopiert. In Mexiko startete die Vorarlberger Firma bereits 2012 die Lehrlingsausbildung für Metalltechnik und Kunststoffformgebung. Zum Abschluss erhalten die jungen Fachkräfte ein offiziell anerkanntes Doppelzeugnis: ein mexikanisches und ein europäisches Zertifikat. Für Alpla ist das Mexiko-Projekt ein Meilenstein bei der Internationalisierung der Lehrlingsausbildung. Seit 2013 läuft mit anfänglicher Unterstützung durch WIFI International bei Alpla und dem oberösterreichischen Spritzgießmaschinenbauer Engel auch ein österreichisch-chinesisches Pilotprojekt zur Etablierung einer Lehrausbildung für die gleichen Berufe in Shanghai.

Sonstiges

Im Januar 2015 begründete Alpla zusammen mit neun anderen Vorarlberger Unternehmen das „Klimaneutralitätsbündnis 2025“[4] mit dem Ziel, ihre gesamten Aktivitäten bis zum Jahr 2025 zu 100 Prozent klimaneutral zu gestalten.[5]

Alpla ist Hauptsponsor des auch in die Marktgemeinde Hard heimischen Handballclubs Alpla HC Hard.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Alpla-Webauftritt, Abschnitt Daten und Fakten. Abgerufen am 8. Februar 2017.
  2. https://www.alpla.com/de/unternehmen/daten-fakten
  3. Innovationen, die Geschichte(n) schreiben | ALPLA. Abgerufen am 12. April 2017.
  4. Klimaneutral wirtschaften | Klimaneutralitätsbündnis 2025. Abgerufen am 12. April 2017.
  5. Vorarlberger Unternehmen gründen Klimaneutralitätsbündnis (9. Januar 2015)