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vom 22.12.2013, aktuelle Version,

Alte Wassermauer in Quirein

Die Quireiner Wassermauer auf der Überschwemmungskarte 1541

Die alte Wassermauer in Quirein ist ein mittelalterliches Bauwerk aus der Zeit um 1300 im Stadtteil Quirein in Bozen. Seit 1995 steht die Mauer, die die Horaz-Straße ostseitig begrenzt, unter Denkmalschutz.

Einst hatte die Talfer einen anderen Verlauf als heute: Auf der Höhe zwischen Schloss Maretsch und der Talferbrücke bog der Fluss nach Südwesten ab und mündete erst ungefähr beim heutigen Don-Bosco-Platz in den Eisack. Nachdem Graf Meinhard II. von Tirol 1278 die Herrschaft über die ganze Stadt Bozen erlangt hatte, beschloss er, der Talfer einen kürzeren Verlauf zu geben. 1282 wurde dann das neue Bett gegraben und seither fließt die Talfer somit geradeaus zum Eisack. Dort, wo das neue Flussbett gegraben wurde, lagen aber fruchtbare Weingüter. Durch das immer wieder auftretende Talferhochwasser wurden diese immer wieder bedroht. Den Besitzern dieser Weingüter blieb deshalb nichts anderes übrig, als ihre Besitztümer durch den Bau einer starken Mauer vor Überschwemmung zu schützen, vermutlich bald nach dem Jahr 1282. Die ca. 350 Meter lange Mauer ist 1541 auf der Bozner Überschwemmungskarte von Bürgermeister Leonhard Hörtmair bildlich dargestellt. Heute ist sie nicht mehr zur Gänze erhalten.[1]

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  • Eintrag im Monumentbrowser auf der Website des Südtiroler Landesdenkmalamts

Einzelnachweise

  1. Bruno Mahlknecht: Die alte Wassermauer in Quirein. Ein kaum bekanntes Kapitel Bozner Stadtgeschichte, in: Südtiroler Hauskalender 2012, S. 111-115