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vom 25.02.2017, aktuelle Version,

Alwin von Coler

Oberstabsarzt Dr. von Coler

Alwin Gustav Edmund von Coler (* 15. März 1831 in Gröningen, Provinz Sachsen; † 26. August 1901 in Berlin) war ein deutscher Sanitätsoffizier in der Preußischen Armee.

Familie

Coler heiratete am 19. Juni 1865 in Braunsfelde, Landkreis Friedeberg Nm. Edda von Wedel (* 30. August 1841 in Berlin; † 9. März 1923 in Potsdam), die Tochter des preußischen Oberstleutnants und Gutsbesitzers Otto von Wedel, Gutsherr auf Hakenfelde bei Spandau, und der Laura Schroeder.

Leben

Coler besuchte das Köllnische Gymnasium und studierte ab 1852 Medizin an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin. Zu Beginn seines Studiums wurde er im Corps Marchia Berlin aktiv.[1] 1856 promovierte er mit einer Arbeit über die Einwirkung des Bleis auf den menschlichen Organismus. Im gleichen Jahr trat er in das Heeressanitätswesen. 1867 zum Medizinalstab der Armee kommandiert, trat er 1868 als Dezernent in die neu gegründete Militärmedizinalabteilung des Kriegsministeriums ein.

Coler hatte seither einen herausragenden Anteil der Entwicklung des modernen Sanitätswesens der preußischen Armee. So war er beteiligt an

  • der Schaffung des Sanitäts-Offizierkorps
  • der Einführung des Waffendienstes für Mediziner
  • der Errichtung von Fortbildungskursen für die Weiterbildung auf medizinischem Gebiet
  • der Einführung der antiseptischen Wundbehandlung
  • der Schaffung einer Friedenssanitätsordnung
  • der Niederlegung des Kriegssanitätsberichts 1870/71
  • der Auflage der Friedenssanitätsberichte der Armee

1874 wurde Coler zum Generalarzt befördert. 1889 trat er als Generalstabsarzt der Armee (seit 1891 im Rang eines Generalleutnants) an die Spitze des preußischen Militärsanitätswesens. 1892 wurde er gleichzeitig zum ordentlichen Honorarprofessor an die Berliner Universität berufen. Er führte die transportable Lazarettbaracke ein.

Alwin von Coler und seine Frau Edda wurden auf dem Invalidenfriedhof beigesetzt. Das Grab wurde nach der Deutschen Wiedervereinigung wiederhergestellt und mit einem Grabstein gekennzeichnet.

Ehrungen

Grabstein für Alwin und Edda von Coler (2013)

Literatur

Einzelnachweise

  1. Kösener Corpslisten 1930, 5, 306
  2. Mitgliedseintrag von Alwin von Coler bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 13. November 2015.