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vom 15.01.2017, aktuelle Version,

Amalienbad

Amalienbad
Innenansicht: Schwimmhalle mit Kabinenbalkon

Das Amalienbad ist ein bekanntes Hallenbad im 10. Wiener Gemeindebezirk, Favoriten. Es befindet sich auf dem Reumannplatz.

Die Badeanstalt wurde in den Jahren 1923 bis 1926 nach Plänen der Architekten Karl Schmalhofer und Otto Nadel erbaut. Die großen Skulpturen an der Fassade schuf Karl Stemolak, die keramische Innenausstattung stammt aus den kunstkeramischen Werkstätten der Brüder Schwadron.[1]

Ihren Namen Amalienbad erhielt sie nach der im Jahr 1924 verstorbenen Favoritner Gemeinderätin Amalie Pölzer. Das Amalienbad zählte bei seiner Eröffnung zu den größten Bädern Europas. Die Anlage bot für rund 1.300 Besucher Platz. In architektonischer Hinsicht war das Bad an den Grundrissen römischer Thermen angelehnt. Die elegante Innenausstattung erfolgte im Art-Déco-Stil. Die Schwimmhalle besaß neben Tribünen auch ein bewegliches Glasdach, das man in nur drei Minuten öffnen konnte.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Bad schwer beschädigt und nur noch in einer Sparvariante wieder aufgebaut. In den Jahren 1979 bis 1986 fand eine umfangreiche Generalsanierung statt.

Hier befindet sich auch die Bäderverwaltung der Magistratsabteilung 44.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Interaktives Ausstellungsprojekt, 5.–30. November 2014, im MAK FORUM; Webseite projekt-Schwadron, Stand 1. März 2014
  Commons: Amalienbad  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien