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vom 15.06.2017, aktuelle Version,

Andreas Steppan

Andreas Steppan (* 15. Juni 1959 in Linz, Oberösterreich) ist ein österreichischer Schauspieler, Sänger und Entertainer. Einer breiten Öffentlichkeit ist er bekannt geworden durch seine TV-Auftritte im ORF als SelfMan, der Heimwerker der Nation[1], von 1991 bis 2000. Seit dem 28. Januar 2009 war er wieder in dieser Rolle zu sehen. Selfman wurde nun alle zwei Wochen jeweils mittwochs[1] im ORF ausgestrahlt.

Leben und Wirken

Steppan absolvierte nach seiner Matura 1977 eine Ausbildung im Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Es folgten Gesangs- und Schauspielunterricht in den USA von 1979 bis 1980.

TV und Fernsehen

In der ORF-Talenteshow Die große Chance hatte er seinen ersten Auftritt mit einer Parodie auf Sammy Davis jr.

Ab 1983 spielte Steppan in zahlreichen Film- und Fernsehrollen, wie Eine blassblaue Frauenschrift (Regie: Axel Corti), Ach, Boris (Regie: Niki List, 1991) und Fahrt in die Hauptstadt (Regie: Wolfram Paulus, 1991) und Oben ohne (Regie: Reinhard Schwabenitzky, 3. Staffel 2007 und 4. Staffel 2008). Bis 2009 wirkte er in der ORF- Radiosendung "Gugelhupf" (ö1) mit.

Steppan verbindet eine langjährige Zusammenarbeit als Schauspieler mit dem Regisseur Gabriel Barylli in TV-Produktionen wie Preis der Unschuld (TV, 1998), Ich kaufe mir einen Mann (1999), Feindliche Schwestern (2000), Eine große Liebe (2001), Anwalt des Herzen (2001), Reise des Herzens (2001).

Von 1988 bis 1996 war Steppan im Deutschen Fernsehen als singender "Ültje-Mann" in den Werbespots der Firma Ültje zu sehen.[2]

Theater und Musical

Seit 1982 spielte er in Wiener Theaterhäusern, wie Theater an der Wien, im Theater der Jugend, im Theater in der Josefstadt, in den Wiener Kammerspiele, in der "Kleinen Komödie" und im Wiener Kabarett Simpl.

1998 war er im Wiener Metropol in dem Erfolgsmusical High Society in der Rolle des "Frank Sinatra" zu sehen. Im Stadttheater Baden verkörperte Steppan in demselben Musical im Jahr 2008 die Rolle des "Bing Crosby".

Im Wiener Theater in der Josefstadt und deren Filialdependance, den Wiener Kammerspielen, wirkte er in Stücken mit, wie Hurra ein Junge (2000), Ich liebe Dich mein Kropatschek (2002), Das verflixte 7. Jahr (2003), Die Kaktusblüte (2006) und Amarone (Regie: Gabriel Barylli, 2008). Im Wiener Theater Drachengasse war er in der Inszenierung „Kosmetik des Bösen“ (2006) zu sehen.

2006/2007 hat er mit Wolfgang Pissecker in Österreich das kabarettistische Theaterstück Zwangspause aufgeführt.

Ab 2006 war er gemeinsam mit Gabriel Barylli Intendant der (von 1994 bis 2010/11 existierenden)[3] Mödlinger Komödienspiele,[4] wo er in der Sommersaison 2009 den amerikanischen Komödienhit Californian Suite (Regie: Nicole Fendesack) im Stadttheater Mödling inszenierte.

Entertainment, Gesang und Lesungen

Seit 1985 ist er mit eigener Show und Band bei Galas als Entertainer und Sänger tätig, als Solokünstler hält er Lesungen und betätigt sich als Moderator vieler Veranstaltungen.

2014 war er mit seinem Programm Schwerkraft, Linksfahrer und andere Ärgernisse im Rahmen der Hyundai Kabarett-Tage im ORF zu sehen.

Einzelnachweise

  1. 1 2 "SelfMan" Andreas Steppan werkelt in ORF 2
  2. Kabarett-Comedy: Biografie Andreas Steppan (Memento vom 11. April 2010 im Webarchiv archive.is)
  3. Zauberer im Theater. In: noen.at, 19. Januar 2011, abgerufen am 24. Juli 2016.
  4. Doris Hotz: Festspiele in Niederösterreich 1945–2009. Panorama einer Festspiellandschaft. Böhlau, Köln/Wien 2010, ISBN 9783205790464, S. 158 f.