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vom 05.06.2020, aktuelle Version,

Andreas Zuber

Andreas „Andi“ Zuber (* 9. Oktober 1983 in Judenburg) ist ein ehemaliger österreichischer Automobilrennfahrer. Er kam bis in die GP2-Serie und fuhr später auch in der FIA-GT1-Weltmeisterschaft. Zuber fuhr dabei zum Teil mit einer Rennlizenz seiner Wahlheimat Vereinigte Arabische Emirate.

Karriere

Andreas Zuber in der GP2

Der in Weißkirchen in der Steiermark aufgewachsene Zuber begann seine Karriere relativ spät 1998 im Kartsport. 2000 wechselte er in den Formelsport und ging in der Formel König an den Start. Zudem war er in den folgenden zwei Jahren in der deutschen Formel Renault aktiv. Nachdem Zuber 2001 Platz sechs in der Gesamtwertung erreicht hatte, wurde er eine Saison später Elfter. Außerdem war Zuber in dieser Zeit bei einigen Rennen des Formel Renault 2.0 Eurocups aktiv. Danach wechselte der Steirer in die Formel-3-Euroserie, in der er 2003 und 2004 für das Team Rosberg fuhr. Sein Teamkollege war dabei der spätere Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg.

2005 verbesserte sich die Leistungen von Zuber und gewann in der Formel Renault 3.5 sein erstes Rennen im Formelsport. Mit weiteren Erfolgen sicherte sich der Steirer den sechsten Platz in der Gesamtwertung.

Ab 2006 war Zuber in der GP2-Serie aktiv. In seiner ersten Saison ging er für Trident Racing an den Start. Als Teamkollege des ehemaligen Formel-1-Piloten Gianmaria Bruni gelang ihm beim Sprintrennen in Istanbul sein erster Sieg in der GP2-Serie. Dabei gelang es ihm, Lewis Hamilton hinter sich zu halten. Zuber belegte am Saisonende den 14. Gesamtrang.

In der Saison 2007 wechselte Zuber zu iSport International und wurde Teamkollege des Deutschen Timo Glock. Während Glock den Meistertitel gewann, gelang Zuber nur ein Sieg und zwei weitere Podest-Platzierungen. In den Blickpunkt gerieten die beiden iSport-Piloten in Magny-Cours: Aus der ersten Reihe startend kollidierten die beiden noch vor der ersten Kurve. Nach Ende der GP2-Saison, in der der Steirer den neunten Gesamtrang belegte, durfte er für Honda an Formel-1-Testfahrten teilnehmen. Allerdings erhielt er weder einen Testvertrag noch einen Fördervertrag des japanischen Rennstalls. Anschließend machte sich Zuber Hoffnungen auf ein Testfahrer Engagement bei Super Aguri, welches aber nie Zustande kam.

So startete der Steirer auch 2008 in der GP2-Serie und bestritt seine dritte Saison, diesmal für Piquet Sports. Obwohl Zuber kein Rennsieg gelang, wurde er erneut Neunter in der Gesamtwertung. Nach Abschluss der Saison gab Zuber seinen Wechsel zu FMS International, dem Team des Formel-1-Piloten Giancarlo Fisichella, bekannt, für das er außerdem bei drei Rennen in der GP2-Asia-Serie-Saison 2008/2009 aktiv war. In der europäischen Hauptserie der GP2 fuhr der Steirer in der ersten Saisonhälfte konstant vorne mit und stand dreimal auf dem Podest. In Spa-Francorchamps konnte Zuber nicht starten, da die Rennwagen seines Teams, das inzwischen in Scuderia Coloni umbenannt wurde, beschlagnahmt wurden.[1] Am Saisonende belegte er den 13. Gesamtrang. Beim letzten Saisonrennen in Portimão verpasste Zuber die Chance auf einen Sieg, nachdem er als Führender beim Neustart des Rennens das Safety-Car zu früh überholt hatte.[2]

Zuber beendete seine Formel-Karriere und wechselte 2010 in den GT-Sport. Für das Team Phönix bestritt er vier Rennen zur neuen FIA GT Weltmeisterschaft – und der gewann gleich das erste Rennen dieser Serie. Beim Nachtrennen in Abu Dhabi gewann er gemeinsam mit Marc Hennerici in einer Chevrolet Corvette C6.R. Bis 2013 fuhr Zuber immer wieder in der GT-Weltmeisterschaft – zuletzt für das Team Sebastien Loeb Racing in einem McLaren MP4-12C GT3.

Danach beendete Zuber seine Rennfahrer-Laufbahn, um sich auf seine berufliche Karriere zu konzentrieren. Er arbeitet im Yachthandel.

Karrierestationen

Einzelnachweise

  1. „Beschlagnahmt: Coloni in Spa nicht am Start“ (Motorsport-total.com am 28. August 2009)
  2. „Filippi gewinnt chaotisches GP2-Saisonfinale“ (Motorsport-total.com am 20. September 2009)