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vom 14.12.2016, aktuelle Version,

Anton Arnold

Anton Arnold auf der Bühne (April 1913)

Anton Arnold (* 31. Januar 1881 in Weißkirchen, Königreich Ungarn, Österreich-Ungarn; † 13. Juli 1954 in Wien) war ein österreichischer Opernsänger (Tenor) donauschwäbischer Herkunft.

Leben

Arnold war Schüler von Paul Greiff und Laura Hilgermann. Sein Debüt fand 1909 am Stadttheater in Olmütz statt. Weitere Stationen der Karriere waren Teplitz-Schönau, Regensburg und Dortmund sowie ab 1914 die Breslauer Oper. Nach einem Engagement am k.k. priv. Carltheater Wien[1] gehörte er schließlich der Wiener Hofoper (später Wiener Staatsoper) an.[2]

Arnold trat auch in seiner Heimatstadt Weißkirchen auf. Gagen seiner Konzerttourneen in den USA nach dem Ersten Weltkrieg (16 Mill. Kronen) stellte er dem Hilfswerk des Wiener Schwabenvereins[3] für notleidende Kinder zur Verfügung.[4][5] Nach Kriegsende besaß und leitete Arnold eine kurze Zeit das deutschsprachige Theater in Timișoara. Er trat ein einziges Mal bei den Salzburger Festspielen auf, er gab den Balthasar Zorn in der 1938er-Aufführung des Meistersingers von Nürnberg unter Wilhelm Furtwängler. In dem Film Unsterbliche Melodien (1936) übernahm er die Hauptrolle des Walzerkönigs Johann Strauß, doch da Jerger darin auch Gesangseinlagen bot galt der Film als wenig angemessen. 1945 machte ihn das Ensemble der Wiener Staatsoper provisorisch zum Intendanten. 1947 übernahm er eine Professur an der Wiener Musikakademie. Am 8. Juni 1959 erhielt er die Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien verliehen.

1919 schuf Arnold die Figur des Buckligen in der Uraufführung der Oper „Die Frau ohne Schatten“ von Richard Strauss.[6]

Anton Arnold hatte drei Kinder, darunter den Mediziner und Pianisten Gottfried Eduard Arnold.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Plakat „Das Mädchen im Mond“ 1. Januar 1915
  2. Plakat „Lohengrin“ 16. September 1918, Plakat „Salome“ 17. Oktober 1918, 23. November 1918 und 3. Dezember 1918
  3. Schwabenverein Wien
  4. Alfred Kuhn: Heimatbuch der Stadt Weißkirchen im Banat. Hrsg. HOG. Salzburg 1980. S. 384.
  5. Deutsche Minderheiten in Mittelosteuropa
  6. Today In Classical Music History 31. Jan.