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vom 10.11.2016, aktuelle Version,

Anton Goldbach von Sulitaborn

Anton Goldbach von Sulitaborn (* 26. Juni 1866 in Böhmisch-Leipa; † 28. August 1924 in Neugarten, heute Zahradky bei Česká Lípa) stammt aus dem Böhmischen Adelsgeschlecht derer von Goldbach, das 1545 in den böhmischen Adelsstand erhoben wurde.[1]

Anton Goldbach diente im Ersten Weltkrieg als Feldmarschall-Leutnant und war als Landesbefehlshaber von Deutsch-Böhmen in Wien eingesetzt.

Leben

1910 wurde Goldbach Oberst und Kommandeur des Infanterie-Regiments Nr. 31. Zwischen Mai 1911 und April 1914 war er Stabschef des k.u.k. XII. Korps. Zu Kriegsbeginn am 1. August 1914 zum Generalmajor befördert wurde Goldbach gleichzeitig zum Kommandanten der 32. Infanterie-Brigade ernannt. Mit dieser Brigade kämpfte er im Verband der 16. Infanterie-Truppen-Division (I.T.D.) bei der Armeegruppe Köveß während der Schlacht in Galizien an der Gnila Lipa. Im September 1914 übernahm er kurzfristig die Führung der 16. Division, welche er nach der Niederlage an der Wereszyca an Generalmajor Schariczer abgeben musste.

Von Juni bis September 1915 war Goldbach Führer der Gendarmerie-Truppen-Division. Im September 1915 wurde er Kommandeur der 70. Honved-Division, welche im Verband des k.u.k. Korps Szurmay die Siebenbürger Grenze deckte. Im August 1916 übernahm er die 71. Honved-Division am neuen rumänischen Kriegsschauplatz. Er verteidigte nach dem rumänischen Angriff die Stadt Schäßburg und beteiligte sich an der Gegenoffensive der deutschen 9. Armee. Seit Anfang August 1917 zum Feldmarschall-Leutnant befördert übernahm er im November 1917 die 53. Honved-Division an der neuen Piavefront in Italien, im Juni 1918 stand diese Division als Reserve der 11. Armee im Abschnitt der Hochfläche der Sieben Gemeinden. Zu Kriegsende führte er ab Oktober 1918 noch eine Korpsgruppe zum Schutze der Grenze Siebenbürgens.

Im Laufe seiner Dienstzeit wurde er von Österreichs Kaiser Franz Josef zum Edlen von Sulitaborn ernannt und im Jahre 1918 erhielt er durch den Deutschen Kaiser Wilhelm II. die Standeserhöhung zum Grafen von Sulitaborn. Dieser Standeserhöhung musste der damalige Kaiser von Österreich Karl I. zustimmen.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Antonio Schmidt-Brentano: Die K.K bzw. K.u.K Generalität 1816–1918. Österreichisches Staatsarchiv, Wien 2007, S. 56 (PDF).

Quellen

  • Adelsgeschlecht von Goldbach/Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexikon - Band III von 1861, Herausgeber Prof. Dr. Ernst Heinrich Kneschke (Vorlage von Friedrich Voigt)
  • Adel der Böhmischen Kronländer – Ein Verzeichnis derjenigen Wappenbriefe und Adelsdiplome welche in den Böhmischen Saalbüchern des Adelsarchives im K.K. Ministerium des Inneren in Wien eingetragen sind. Excerpit von: August von Doerr, Erschienen im Prag-Verlag von Fr. Rivnac anno 1900.