unbekannter Gast
vom 30.04.2017, aktuelle Version,

Antonia Reininghaus

Antonia Reininghaus (* 1954 in Graz; † Oktober 2006 ebenda) war eine österreichische Schauspielerin.

Reininghaus entstammte der gleichnamigen steirischen Unternehmerfamilie.[1] Obwohl sie die Schauspielschule vorzeitig verlassen hatte, gab ihr der Regisseur Bernhard Wicki ihre erste Kinorolle in Die Eroberung der Zitadelle. Zuvor hatte sie bereits Erfolge am Grazer Schauspielhaus gefeiert, unter anderem in Was geschah, nachdem Nora ihren Mann verlassen hatte oder Stützen der Gesellschaften von Elfriede Jelinek, mit der sie befreundet war.[2]

Antonia Reininghaus war Anfang der 1980er Jahre mit dem deutschen Schauspieler Jürgen Prochnow liiert, den sie 1978 bei Dreharbeiten kennenlernte. Sie vergiftete die gemeinsame, damals siebenjährige Tochter Johanna im November 1987 und unternahm anschließend einen Suizidversuch. Eine Gefängnisstrafe musste sie aufgrund eines psychiatrischen Gutachtens nicht antreten. Sie lebte danach zurückgezogen und starb 2006.

Filmografie

Einzelnachweise

  1. „Prochnows Ex-Freundin lag zwei Wochen tot in der Wohnung“, welt.de vom 9. November 2006, abgerufen am 15. November 2016
  2. „Die arme Millionärs-Tochter“, oe24.at vom 7. November 2006, abgerufen am 15. November 2016