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vom 14.01.2018, aktuelle Version,

Antonio Di Salvo

Antonio Di Salvo
Antonio Di Salvo im Training 2007
Spielerinformationen
Geburtstag 5. Juni 1979
Geburtsort Paderborn, Deutschland
Größe 183 cm
Position Sturm
Junioren
Jahre Station
1985–1991 BV Bad Lippspringe
1991–1997 TuS Paderborn-Neuhaus
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1996–1999 SC Paderborn 07 53 (16)
2000–2001 FC Bayern München 6 0(0)
2000–2001 FC Bayern München Amateure 44 (29)
2001–2006 F.C. Hansa Rostock 112 (20)
2002–2003 F.C. Hansa Rostock Amateure 5 0(3)
2006–2009 TSV 1860 München 65 (11)
2007 TSV 1860 München II 1 0(0)
2010 Kapfenberger SV 7 0(0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2011–2013 FC Bayern München U-17 (Co-Trainer)
2013–2016 Deutschland U-19 (Co-Trainer)
2016– Deutschland U-21 (Co-Trainer)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Antonio Di Salvo (* 5. Juni 1979 in Paderborn) ist ein ehemaliger italienischer Fußballspieler und gegenwärtiger Assistenztrainer der deutschen U-21-Nationalmannschaft.

Karriere

Di Salvo begann beim BV Bad Lippspringe mit dem Fußballspielen und wechselte als 12-Jähriger zum TuS Paderborn-Neuhaus. 1996 spielte er für den Verein, der sich 1997 in SC Paderborn 07 umbenannte, in der Regionalliga West/Südwest als Stürmer. Bis zum 18. Dezember 1999 (21. Spieltag) absolvierte er 53 Ligaspiele und erzielte 16 Tore.

Als 20-Jähriger wechselte er im Januar 2000 zum FC Bayern München. Zunächst in der Amateurmannschaft in der Regionalliga Süd eingesetzt, debütierte er am 19. August 2000 (2. Spieltag) beim 3:0-Sieg im Auswärtsspiel gegen den VfL Bochum in der Bundesliga, als er für Carsten Jancker in der 71. Minute eingewechselt wurde. Es folgten fünf weitere - durch späte Einwechslungen geprägte - Einsätze in der Bundesliga und ein Einsatz in der Champions League. Auch wenn er am Titelgewinn der Bayern kaum beteiligt war, so hat er als Angehöriger der Mannschaft Anteil an den Erfolgen.

Ende Juli 2001 bestritt er noch ein Spiel im Ligapokal für den FC Bayern München und das erste Saisonspiel für den FC Bayern München Amateure, bevor er am 1. August zum Bundesligisten Hansa Rostock wechselte. Für den bestritt er bis zum Abstieg 2005 94 Ligaspiele und erzielte 17 Tore. In der Folgesaison – Di Salvo blieb in Rostock – erzielte er drei Treffer in 18 Zweitligaspielen. Des Weiteren kam er zu acht Spielen um den DFB-Pokal (5 Tore) und einem Spiel im Ligapokal-Wettbewerb. In seiner Zeit in Rostock kämpfte er oft mit Verletzungen, häufig konnte er deswegen nur für kurze Zeit eingesetzt werden.

2006/07 - im Sommer 2006 ablösefrei verpflichtet - gehörte er dem Kader des Zweitligisten TSV 1860 München an, deren Stammspieler (25 Spiele, 3 Tore) er in der Hinrunde war. In der Rückrunde warf ihn allerdings eine Muskelverletzung im Oberschenkel zurück, wodurch Di Salvo seinen Stammplatz verlor. Die Saison 2007/08 wurde zur Di Salvos sportlich erfolgreichsten seit seiner Unterschrift beim TSV 1860 München. In der Hinrunde hatte er bereits nach acht Spielen sieben Tore geschossen und traf auch im DFB-Pokal viermal, womit er an der Spitze der vereinsinternen Torjägerliste stand. In der Rückrunde warf ihn ein Riss der Syndesmose zurück. Seitdem konnte er nicht mehr an seine Topform aus der Hinrunde der Saison 2007/08 anknüpfen. In der Hinrunde der Spielzeit 2008/09 kam er zwölfmal zum Einsatz, blieb torlos und spielte nur einmal über 90 Minuten. In der Rückrunde wurde er immer wieder von kleineren Verletzungen zurückgeworfen, sodass er nicht zum Einsatz kam.

Der im Sommer 2009 von der Vereinsseite nahegelegte Wechsel zu einem anderen Verein konnte am Ende der Transferperiode nicht realisiert werden. Di Salvo weiterhin zum Kader der Sechzger zählend, wurde daraufhin von Trainer Ewald Lienen vom Mannschaftstraining ausgeschlossen.[1] Nachdem er einige Wochen lang zusammen mit Marvin Pourie, der beim TSV 1860 München ebenfalls in Ungnade gefallen war, von Co-Trainer Bernhard Winkler separat trainiert wurde, nahm er ab Oktober am Training der zweiten Mannschaft der Sechzger teil.

In der folgenden Winterpause wechselte Di Salvo zum österreichischen Erstligisten Kapfenberger SV.[2][3] Bei den Obersteirern unterschrieb er einen leistungsorientierten, bis zum Sommer 2010 gültigen Vertrag,[4] der dann nicht mehr verlängert wurde. Am 20. Februar 2010 (21. Spieltag) debütierte er beim 1:1-Unentschieden im Heimspiel gegen den SV Ried, als er in der 60. Minute für Deni Alar eingewechselt wurde.

Di Salvo beendete bald darauf seine Karriere[5] und erwarb den B-Trainerschein,[6] woraufhin er im Sommer 2011 zu seinem ehemaligen Verein FC Bayern München zurückkehrte und bis 2013 als Co-Trainer der U-17-Mannschaft aktiv war. Seit 2012 ist er Inhaber der Trainer-A-Lizenz.[7] Vom 1. Juli 2013 bis 30. Juni 2016 betreut er in dieser Funktion, unter Trainer Marcus Sorg, die deutsche U-19-Nationalmannschaft, die er 2014 mit zum europäischen Titelgewinn führte. Des Weiteren ist er als DFB-Stützpunktkoordinator für Ostbayern zuständig. Bei der U-19-Europameisterschaft 2016 assistierte er noch Guido Streichsbier, bevor er am 1. Juli 2016 als Assistenztrainer unter Stefan Kuntz zur U-21-Nationalmannschaft wechselte. Mit der deutschen U-21-Nationalmannschaft wurde er 2017 Europameister.

Erfolge als Co-Trainer

Sonstiges

Di Salvos Eltern kamen 1970 von Sizilien nach Bad Lippspringe. Er ist verheiratet und hat eine Tochter. Sein Schwiegervater Günther Rybarczyk ist ein ehemaliger Fußballspieler und war vom 1. Juli 2000 bis 11. August 2006 sportlicher Leiter des SC Paderborn.[8]

Einzelnachweise

  1. Artikel auf merkur-online.de
  2. Di Salvo wechselt nach Kapfenberg (Memento vom 18. Februar 2010 im Internet Archive) Pressemitteilung auf der Homepage des TSV 1860 München
  3. Meldung auf transfermarkt.de
  4. Antonio Di Salvo auf transfermarkt.de
  5. Artikel auf bild.de
  6. Artikel auf wordpress.com
  7. Profil auf bfv.de
  8. Information auf transfermarkt.de