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vom 16.04.2018, aktuelle Version,

BBÖ VT 30

BBÖ VT 30
DR 721II
Nummerierung: BBÖ VT 30.01
DR 721II
Anzahl: 1
Hersteller: Hauptwerkstatt St. Pölten
Baujahr(e): 1927
Ausmusterung: 1939
Achsformel: 1A
Gattung: CivT
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer: 10.470 mm
Länge: 9.660 mm
Höhe: 3.800 mm (bis Dachscheitel)
Gesamtradstand: 5.000 mm
Dienstmasse: leer: 13.800 kg
besetzt: 18.600 kg
Höchstgeschwindigkeit: 40 km/h
Installierte Leistung: 38 kW (52 PS)
Raddurchmesser: 1.005 mm
Motorentyp: Fross Büssing Lastwagenmotor
Motorbauart: Vierzylinder-Viertakt-Ottomotor
Nenndrehzahl: 900/min
Leistungsübertragung: mechanisch mit Dreiganggetriebe
Zugbremse: Vakuumbremse Bauart Hardy
Zugbeeinflussung: Handbremse
Sitzplätze: 48
Klassen: 3.

Der BBÖ VT 30 war ein Verbrennungsmotor-Triebwagen der Bundesbahnen Österreich (BBÖ). Er wurde durch Umbau aus einem Personenwagen in der Hauptwerkstatt St. Pölten hergestellt.

Geschichte und technische Daten

Nach der Ablieferung 1927 wurde das motorgetriebene Fahrzeug bei der Zugförderungsstelle Mistelbach zugewiesen und dort bis 1936 eingesetzt. 1938 wurde der Wagen von der Deutschen Reichsbahn übernommen und als 721 in Zweitbesetzung bezeichnet. Laut Bestandslisten ist der Wagen am 11. Juli 1939 ausgemustert worden.[1]

Fahrzeugaufbau

Bei dem Spenderfahrzeug handelte es sich um einen zweiachsigen Personenwagen. Auf einer der beiden Plattformen des Wagens wurde die Maschinenanlage, bestehend aus einem Vierzylinder-Viertakt-Ottomotor und einem mechanischen Dreiganggetriebe, platziert. Der Antriebsmotor leistete bei einer Drehzahl von 900 min−1 38 kW (52 PS). Er besaß einen Vergaser von Pallas und eine Magnetzündung von Bosch. Angelassen wurde der Motor elektrisch, er konnte zudem durch eine abnehmbare Handkurbel gestartet werden.

Vom Motor wurde über eine fußbediente Einscheibentrockenkupplung ein mechanisches Schaltgetriebe mit den drei Gangstufen 8/20/40 km/h angetrieben. Die einzelnen Gänge wurden durch Radverschiebungen geschaltet. Im mechanischen Getriebe enthalten war auch das Wendegetriebe. Von seinem Ausgang wurde die dem Antriebsmotor näher gelegene Achse durch eine doppelte Rollenkette angetrieben. Die Kühlwasserbehälter und deren Kühler waren ebenso wie der Tank des Wagens auf dem Wagendach untergebracht. Das ergab ein natürliches Gefälle für die Zufuhr des Kraftstoffes zum Motor.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Heinz R. Kurz: Die Triebwagen der Reichsbahn-Bauarten, EK-Verlag, Freiburg 2013, ISBN 978-3-88255-162-4, Seite 222