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vom 09.03.2015, aktuelle Version,

Balduin Bricht

Balduin Bricht (* 9. Juli 1852 in Vittencz, Kaisertum Österreich, heute Chtelnica, Slowakei; † 27. März 1937 in Wien) war ein österreichischer Journalist sowie Musikkritiker.

Leben

Balduin Bricht, gebürtig aus Vittencz, einem Ort, der bis 1918 innerhalb des Komitats Neutra im Königreich Ungarn lag, erwarb die Reifeprüfung am Gymnasium in Ödenburg. Balduin Bricht, der dort zugleich seine erste musikalische Ausbildung erhielt, später gelegentlich als Sänger auftrat, sammelte seine ersten publizistischen Erfahrungen als Theaterreferent der „Ödenburger Nachrichten“.

Im Jahre 1873 übersiedelte Balduin Bricht nach Wien, dort besuchte er Vorlesungen an der Universität, zusätzlich setzte er seine Musik- und Gesangsstudien fort. In unmittelbarer Folge wurde Bricht zum Inlandsredakteur sowie Musikreferenten der Wiener Allgemeinen Zeitung bestellt, 1899 erfolgte sein Eintritt als Leitartikler und Musikreferent in den Redaktionsverband der Österreichischen Volkszeitung. Darüber hinaus gründete Balduin Bricht den Verein der Wiener Musikreferenten, dessen Leitung er übernahm. Überdies bekleidete er das Amt des Präsidenten der Pensionsfonds des Presseclubs Concordia.

Balduin Bricht, Vater des Pianisten, Komponisten sowie Musiklehrers Walter Bricht (1904–1970), verstarb im Frühjahr 1937 84-jährig in Wien.

Publikation

  • Was ist, was will die Freimaurerei? Was sind die Ziele der Grossloge von Wien?, Heller, Wien, 1919

Literatur

  • Jahrbuch der Musikbibliothek Peters, Bände 44-47, Peters, Leipzig, 1965, S. 96.
  • Martin Eybl: Die Befreiung des Augenblicks: Schönbergs Skandalkonzerte 1907 und 1908 : eine Dokumentation, Böhlau, Wien, 2004, ISBN 3-2057-7103-6. S. 40.
  • Anna Staudacher: "--meldet den Austritt aus dem mosaischen Glauben" 18000 Austritte aus dem Judentum in Wien, 1868-1914: Namen, Quellen, Daten, Lang, New York, NY, Frankfurt am Main, 2009, ISBN 3-6315-5832-5. S. 81.
  • Günter K. Kodek: Unsere Bausteine sind die Menschen : die Mitglieder der Wiener Freimaurerlogen (1869-1938), Löcker, Wien, 2009, S. 53.
  • Kurzartikel zu Balduin Bricht in: Nachlässe in Österreich - Personenlexikon.