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vom 26.12.2018, aktuelle Version,

Bartle Kleber

Bartle Kleber, auch Bartholomäus Kleber (* 8. Juli 1884 in Andelsbuch[1]; † 11. September 1953 in Innsbruck) war ein österreichischer Maler und Grafiker.

Erinnerungstafel am Wohnhaus Klebers

Leben

Bartle Kleber war der Sohn der Maria Christina Halbeisen, die aus Andelsbuch stammte. Er absolvierte eine Lehre für Dekorationsmalerei in Dornbirn und besuchte seit 1900 die Kunstgewerbeschule in München. Danach studierte er an der Akademie der Bildenden Künste in München[2] und lernte unter Karl Raupp und Martin Feuerstein. Wie viele andere junge deutsche Maler zog ihn der Mittelmeerraum an und er unternahm überwiegend zu Fuß von 1903 bis 1904 eine zweijährige abenteuerliche Studienreise durch Italien, Griechenland, Ägypten und den Nahen Osten, auf der er viel zeichnete und malte. Nach seiner Rückkehr setzte er seine Studien vier Jahre in München und zwei Jahre in Wien (u. a. bei Alois Delug) fort. Er unternahm eine weitere Reise nach Persien.

Er arbeitete zunächst als Kirchen- und Dekorationsmaler im In- und Ausland und schuf z. B. 1914 die Märchenbilder an der Hauptschule Bregenz-Belruptstraße. Ab dem Ersten Weltkrieg als freischaffender Künstler tätig, unterrichtete er auch als Zeichenlehrer an verschiedenen Schulen,[3] u. a. 1910 bis 1914 an der Bauhandwerkerschule in Dornbirn und in Bregenz. 1921 entwarf er das im Steindruckverfahren hergestellte Landesnotgeld (50-Heller-Scheine).[4]

Von 1926 an bis zu seinem Lebensende wirkte er in Bregenz und kam dort zu hohem Ansehen. 1927 porträtierte er den damaligen Bundeskanzler Ignaz Seipel. Das von ihm 1935 an der Westseite der Pfarrkirche Schwarzenberg geschaffene Fresko ist heute nicht mehr erhalten.

Ab 1930 wohnte er im denkmalgeschützten Haus Bahnhofstraße 31, an dem auch eine Erinnerungstafel angebracht ist.[2]

In den letzten Kriegstagen des Jahres 1945 verlor er durch einen Brand in seinem Atelier 430 Bilder (vorwiegend Aquarelle) und seine Bibliothek.[3] Er war mit Alfons Fritz befreundet.

Künstlerischer Stil

Kleber beherrschte in seiner Malerei und Grafik sehr unterschiedliche Techniken, hatte aber mit seiner Porträt- und Landschaftsmalerei in Tempera- und Aquarelltechnik im realistisch-naturalistischen Stil den größten Erfolg. Seine weit verstreuten Werke befinden sich überwiegend in Privatbesitz.[3]

Auszeichnungen

Werke

  • Zyklus Märchen- und Sagenbilder in den Sturzfeldern als Fassadenmalerei an der 1914 erbauten heutigen Mittelschule Bregenz-Stadt, Belruptstraße 37, Bregenz.

Publikationen

Literatur

  • Eduard Hammerl: Bartle Kleber, 1884–1953. Neufeld Verlag, Lustenau 1985.
  • Karl Heinz Burmeister u. a.: Andelsbuch – Aus Geschichte und Gegenwart einer Bregenzerwälder Gemeinde. Gemeinde Andelsbuch, Andelsbuch 1980.
  Commons: Bartle Kleber  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. nach dem Schulmediencenter Vorarlberg stammt Kleber aus dem Nachbarort Schwarzenberg und ist auch dort begraben. Nach Karl Heinz Burmeister u. a.: Andelsbuch – Aus Geschichte und Gegenwart einer Bregenzerwälder Gemeinde, S. 145, ist Kleber in Innsbruck gestorben und wurde dann nach Schwarzenberg verbracht.
  2. 1 2 siehe Weblink Bartle Kleber im Schulmediencenter Vorarlberg, Bild 17.
  3. 1 2 3 siehe Weblink Bartle Kleber im Schulmediencenter Vorarlberg, Bild 17 (weiterführende Informationen)
  4. Karl Heinz Burmeister u. a.: Andelsbuch – Aus Geschichte und Gegenwart einer Bregenzerwälder Gemeinde, S. 145.