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vom 20.05.2018, aktuelle Version,

Bauernberganlagen

Bauernberganlagen

Die Bauernberganlagen erstrecken sich über die Linzer Katastralgemeinden Innenstadt und zum kleineren Teil Waldegg. Sie sind auf den Ausläufern des Freinbergmassives, dem Bauernberg, gelegen. Sie sind begrenzt durch die Straßenzüge Auf der Gugl, Roseggerstraße und die Sandgasse sowie dem Park der Landwirtschaftskammer (ehemals Hatschekvilla). Die als Parkweg angelegte Bernardisstraße durchzieht die Anlagen in Serpentinen. Teile der Anlage stehen unter Denkmalschutz.

Geschichte

1885 kaufte der Linzer Verschönerungsverein die Gründe am Bauernberg. Bis 1900 dienten diese als Sandabbaustätte. 1910 schenkte der Industrielle Ludwig Hatschek der Stadt Linz die an seine Villa angrenzenden Gründe zur Schaffung einer Parkanlage. In den Jahren 1911 bis 1915 wurde durch Stadtgartendirektor Josef Schweiger, der auch den Park der Hatschekvilla gestaltete, die heutige Jugendstil-Parkanlage geschaffen. Dies war damals das größte Bauvorhaben der Stadt Linz. Ludwig Hatschek spendete einige Kunstwerke für den Park, wie etwa den von Adolf Wagner von der Mühl geschaffenen Berggeist, den Aphroditentempel und den Neptunbrunnen.

1949 wurde der Park nach Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg unter Stadtgartendirektor Rudolf Hirschmann im Stil der frühen 1950er-Jahre umgearbeitet. Die Bepflanzung ist in abwechslungsreicher Artenvielfalt gestaltet; zum Teil gibt es freie Rasenflächen sowie alten Baum- und Buschbestand.

Kunstwerke und Bauwerke im Park

Literatur

  • Eva Berger: Historische Gärten Österreichs. Garten- und Parkanlagen von der Renaissance bis um 1930. Band 2. Böhlau, Wien 2003.
  • Géza Hajós/Matthias Cremer: Historische Gärten in Österreich. Vergessene Gesamtkunstwerke. Böhlau, Wien 1993.
  Commons: Bauernberg (Linz)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bericht ORF Oberösterreich