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vom 19.09.2016, aktuelle Version,

Belagerung von Wiener Neustadt

Die Belagerung von Wiener Neustadt (1486–1487) war eine 18 Monate dauernde Belagerung durch den ungarischen König Matthias Corvinus.

Die strategisch gegen Ungarn liegende Stadt Wiener Neustadt war seit ihrer Gründung ein Bollwerk im dünn besiedelten Steinfeld und zusätzlich zur massiven Stadtmauer an drei Seiten auch durch einen Wassergraben geschützt. Im Osten lag auch die Burg.

Nach der erfolgreichen Belagerung von Wien im Jahr 1485 sandte Matthias Corvinus seine Truppen unter der Führung von Stephan Zápolya, Wilhelm Tettauer, Ladislaus Kanizsay, Jakob Székely und Stephan Báthory nach Wiener Neustadt, um sich den Rücken freizuhalten.

Im ersten Schritt wurden vier Belagerungstürme errichtet: Auf Geheiß von Matthias Corvinus wurde später der Belagerungsring enger gezogen, weitere Türme errichtet und letztlich auch die umliegenden Orte verwüstet.

Trotz der vorbildlichen Verteidigung musste die Stadt letztlich an Matthias Corvinus übergeben werden, denn die Not war für die Bevölkerung zu groß geworden. Erst nach dem Tod von Matthias Corvinus konnten die Besatzer vertrieben werden.