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vom 16.06.2020, aktuelle Version,

Bibliothek der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen

Die Brixner Barockbibliothek

Die Bibliothek der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen ist eine öffentlich zugängliche wissenschaftliche Fachbibliothek für Theologie und Philosophie in Brixen, die zugleich als Diözesanbibliothek für die Diözese Bozen-Brixen fungiert. Da die Hochschule auf das 1607 gegründete Priesterseminar zurückgeht, wird sie üblicherweise als Bibliothek des Priesterseminars Brixen bezeichnet. Sie besteht aus der historischen Barockbibliothek und der neuen Bibliothek.

Die neue Bibliothek wurde im Rahmen der Gründung der Freien Universität Bozen 1997 erheblich erweitert und umgebaut. Zur Zeit (2020) umfasst der Bestand knapp 160.000 Medien. Neben ca. 260 laufenden Fachzeitschriften können auch Tages- und Wochenzeitschriften konsultiert werden. Die Bibliothek ist Teil des Verbundes der Wissenschaftlichen Bibliotheken in Südtirol, über deren Bibliothekskatalog[1] der Bestand abgerufen werden kann.

Bemerkenswert sind der bedeutende Altbestand und seine Unterbringung in einer 1764–1771 unter Fürstbischof Leopold von Spaur geschaffenen spätbarocken Bibliothek mit Gemälden von Franz Anton Zeiller.[2] Die Decke wird von zwei Säulen getragen, die die Schrift und die Tradition versinnbildlichen sollen. In diesem Raum sind heute noch über 20.000 Druckschriften aufgestellt.

Von den Handschriften stammen etwa 120 aus dem Mittelalter.[3] Die Bibliothek verwahrt über 300 Inkunabeln und etwa 2000 Drucke des 16. Jahrhunderts.

Literatur

  • Irmgard Plankensteiner: Der Brixner Hofmaler Franz Anton Zeiller: 1716–1794. Universität Innsbruck 1978.
  • Karl Gruber: Das Priesterseminar in Brixen – mit Heilig-Kreuz-Kirche, Bibliothek und Phil. Theol. Hochschule. Bozen: Tappeiner 1990.
Commons: Bibliothek der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. The Scientific Library South Tyrol (zuletzt abgerufen am 14. Juni 2020).
  2. Hannes Obermair: Frühes Wissen. Auf der Suche nach vormodernen Wissensformen in Bozen und Tirol. In: Hans Karl Peterlini (Hrsg.), Universitas Est, Bd. I: Essays zur Bildungsgeschichte in Tirol/Südtirol vom Mittelalter bis zur Freien Universität Bozen. Bozen: Bozen/Bolzano University Press 2008, S. 35–87, Bezug S. 83 ff.
  3. Die Zimelien sind ausführlich beschrieben bei Julius Hermann, Die illuminierten Handschriften in Tirol (Beschreibendes Verzeichnis der illuminierten Handschriften in Österreich Bd. 1). Leipzig: Hiersemann 1905, S. 14–44.