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vom 17.07.2016, aktuelle Version,

Blumenegg

Die Landschaft Blumenegg liegt im Walgau in Vorarlberg, Österreich.

Sie umfasst die Gemeinden Thüringen, Bludesch, Ludesch und Thüringerberg. Sie ist nicht zu verwechseln mit dem Ort Blumegg mit der Burg Blumegg bei Stühlingen. Es besteht aber durch das offenbar gleiche Wappen eine Beziehung zu dem Adelsgeschlecht der Blumegger.

Herrschaft Blumenegg

Wappen Blumenegg: 6-fach geteilt, je 3 von Rot und 3 von Feh

Sie war als Herrschaft Blumenegg, mit Ansitz Burg Blumenegg, ein Territorium der Grafen von Werdenberg, ab 1391 unter den Freiherrn von Brandis, ab 1510 unter den Grafen von Sulz, und ab 1613 im Besitz der oberschwäbischen Abtei Weingarten (die Burg verfiel ab 1774). Sie kam 1802/03, im Zuge der Säkularisierung des Klosters, an Nassau-Oranien und 1804 an Habsburg.

Sie gehörte zum Gebiet der Grafschaft Sonnenberg, später war sie ein Landgericht des Oberamt Bregenz.

Um 1783 umfasste die Herrschaft neben Ludesch auch die Südhälfte des Großwalsertals mit Raggal und Sonntag, und der Thüringerberg – seinerzeit noch keine Gemeinde – gehörte teilweise auch zur Herrschaft Sankt Gerold (St. Gerold, Blons), das zum Kloster Einsiedeln gehörte.

Karte Vorarlbergs (von 1783); mitte unten blau Hft.  Blumeneck - die Grenze (bei Bludesch und Thüringen) zur Hft. Jagdberg ist hier falsch wiedergeben [1]
Scheiblersches Wappenbuch,
1450

Literatur

  • Franz Joseph Weizenegger, Mathias Merkle (Hrsg.): Vorarlberg, aus den Papieren des in Bregenz verstorbenen Priesters Franz Joseph Weizenegger, Wagner'sche Buchhandlung, Innsbruck 1839 Digitalisat Abschnitt Herren von Blumenegg ab S. 66 (gilt als erste gedruckte Geschichte Vorarlbergs)
  • Manfred Tschaikner: 200 Jahre Blumenegg bei Österreich. (1804-2004). Ausstellung. 2. Auflage. Vorarlberger Landesarchiv, Bregenz 2004 (PDF)
  Commons: Wappen der Familie der Blumenegger  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Alois Niederstätter, Manfred Tschaikner; Element Walgau (Hrsg.): Das Gericht Jagdberg. Von der Einrichtung 1319 bis zur Aufhebung 1808. (=Schriftenreihe Band 4). Nenzing 2007, ISBN 978-3-900143-08-4, Abb. Das Gericht Jagdberg …, S. 50 (pdf, vorarlberg.at pdf S. 8, dort auch „korrigierte“ Fassung des Bildausschnitts).