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vom 20.07.2017, aktuelle Version,

Brettfalltunnel

Brettfalltunnel
Nutzung Straßentunnel
Verkehrsverbindung B 169 Zillertalstraße
Ort Strass im Zillertal
Länge 1336 m
Fahrzeuge pro Tag 17.433 (2011)
Anzahl der Röhren 1
Größte Überdeckung 220 m
Bau
Baubeginn 1993
Fertigstellung 1995
Betrieb
Betreiber Land Tirol
Maut nein
Lage
Brettfalltunnel (Tirol)
Red pog.svg
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Koordinaten
Nordportal 47° 23′ 35,1″ N, 11° 48′ 42,9″ O
Südportal 47° 23′ 11,6″ N, 11° 49′ 35,5″ O

Der Brettfalltunnel ist ein 1,3 km langer einröhriger Straßentunnel am Eingang des Zillertals in Tirol.

Lage

Der Brettfalltunnel führt unter dem am Larchkopf vorspringenden Felsen am Eingang des Zillertals durch, auf dem sich das Kirchlein Maria Brettfall befindet, das auch als Namensgeber diente. Der Tunnel ist Teil der B 169 Zillertalstraße und das Herzstück der 3,2 km langen Umfahrung von Strass im Zillertal, die errichtet wurde, um den Ort vom Durchgangsverkehr ins Zillertal zu entlasten. Im Norden ist der Tunnel kreuzungsfrei an die Tiroler Straße und die Anschlussstelle Wiesing/Achensee/Zillertal der Inntalautobahn angebunden, die Straße führt als B 181 Achenseestraße weiter zum Achensee. Der Tunnel verläuft zum Großteil im Gemeindegebiet von Strass, das Südportal und ein kurzer Abschnitt liegen im Gemeindegebiet von Schlitters.

Bau

Der Baubeginn erfolgte am 1. April 1993. Der einröhrige Tunnel wurde bergmännisch errichtet und 1995 fertiggestellt. 2007 wurde der Tunnel saniert und sicherheitstechnisch auf den neuesten Stand gebracht.

Verkehr

Im Jahr 2011 passierten im Schnitt 17.433 Kraftfahrzeuge pro Tag den Tunnel, das waren täglich um rund 1100 mehr als fünf Jahre zuvor. Überdurchschnittlich hoch war dabei der Zuwachs im Winter mit +10,6 %. Die meisten Fahrzeuge werden an den Samstagen im Winter gezählt, dann kommt es häufig zu ausgedehnten Staus und Blockabfertigung. 2011 wurde an 43 Tagen die Frequenz von 20.000 Kraftfahrzeugen überschritten.[1] Der LKW-Anteil beträgt rund 20 %.[2]

Aufgrund mehrerer tödlicher Unfälle galt der Brettfalltunnel eine Zeitlang als einer der gefährlichsten Tunnel Österreichs, er wies laut Kuratorium für Verkehrssicherheit eine um 70 % höhere Unfallrate als vergleichbare Tunnels in Österreich auf.[3]

Einzelnachweise

  1. Amt der Tiroler Landesregierung, Abt. Verkehrsplanung (Hrsg.): Verkehr in Tirol - Bericht 2011. Innsbruck 2012 (PDF; 1,5 MB)
  2. Amt der Tiroler Landesregierung (Hrsg.): Statistisches Handbuch Bundesland Tirol 2009, S. 207 (PDF; 9,3 MB)
  3. Brettfalltunnel zählt zu den gefährlichsten, tirol.orf.at vom 14. Dezember 2006