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vom 24.11.2015, aktuelle Version,

Brixner Granit

Brixner Granit aus Franzensfeste

Der Brixner Granit ist ein Intrusivkörper (Pluton) und hat seinen Namen von der nahe gelegenen Kleinstadt Brixen in Südtirol. Petrographisch ist das Gestein als Granodiorit einzuordnen.[1] Das Gestein ist auch mit dem Handelsnamen Meransen bekannt, nach einem seiner Abbauorte bei Meransen in der Gemeinde Mühlbach.[2]

Geologie

Aus tektonischer Sicht befindet sich der Brixner Granit an der Grenze zwischen Ost- und Südalpen und besetzt ca. 180 km2 zwischen Franzensfeste, Schalders, Brixen und Mühlbach. In anderen Publikationen wird von 250 km2 ausgegangen.[3] Die Periadriatische Naht, die tatsächliche Grenze zwischen den zwei geologischen Einheiten, befindet sich nur wenige Kilometer nördlich von Franzensfeste und zwar in der Ortschaft Mauls in der Gemeinde Freienfeld.

Der Intrusivkörper bildete sich im Perm und ist somit ca. 280 Millionen Jahre alt.

Am Rand des Plutons ist eine ausgeprägte Kontaktmetamorphose zum Brixner Quarzphyllit, mit entsprechender Überprägung und Bildung neuer Minerale, vorhanden.

Gesteinsbeschreibung und Mineralbestand

Es handelt sich hierbei um ein mittelkörniges, helles, plutonisches Gestein, bestehend hauptsächlich aus Feldspat, Quarz und Biotit.[3] Es ist schwarz-grau bis weißlich.

Verwendung

Dieser Granit steht derzeit (2014) bei Pfunders im Abbau.[4] Verwendet wird Brixner Granit vor allem regional für Bodenbeläge, Treppen, Fensterbänke, Mauersteine, Grabeinfassungen und Brunnen. In Deutschland wird dieser Naturstein kaum gehandelt.

Dieses Gestein hat in der Region große kulturhistorische Bedeutung. So besteht beispielsweise die 1510 geweihte Kirche von Sarns aus Brixner Granit. Ihr Kirchturm wurde bereits 1483 fertiggestellt.

Siehe auch

Liste von Granitsorten

Literatur

  • Thöny Werner Friedrich und Wyhlidal Stefan: Die permische Kontaktmetamorphose im Südalpin: Intrusivkomplexe und Geochronologie. Dissertation, Universität Innsbruck.

Einzelnachweise

  1. F. Karl (1967): Ein Beitrag zum Vergleich von Tonalithen und im mittelböhmischen Pluton und periadriatischen Intrusivmassen, S. 6 ff., hrsg vom Mineralogischen Institut Kiel
  2. Meransen auf natursteinonline.de. Abgerufen am 12. November 2014
  3. 1 2 Granite der Alpen auf ged.rwth-aachen.de. Abgerufen am 12. November 2014
  4. Ein Stück Südtiroler Alpen auf natursteinonline.de. Abgerufen am 12, November 2014